Nokia enteignen !
Fortführung und Reorganisation der Produktion unter
Arbeiterkontrolle !
Erklärung des Netzwerks Linke Opposition:
Den Kampf gegen die Schließung von Nokia Bochum führen - aber wie?
Es ist immer dasselbe brutale Spiel: Egal ob das Betriebsergebnis
rote oder schwarze Zahlen bringt, ob deutsches oder finnisches, schwedisches
oder US-Kapital am Werk ist- die Optimierung der Profite im Konkurrenzkampf mit
anderen Kapitalien ist die einzige Leitlinie, die das Handeln von Managern des
Kapitals bestimmt. Dafür werden Kriege geführt, das geht man auch im Inland
über Leichen.
Arbeiterexistenzen oder „das Wohl der Mitarbeiter" sind dem Kapital
bei der Verfolgung seiner Ziele ziemlich egal. Nur entschiedene Gegenwehr kann
sie stoppen
Aus den Erfahrungen bei AEG, BSH Berlin, Opel u.a. lernen...
Download des Flugblattes des NLO:
http://www.linkezeitung.de/cms/nokianlo.pdf
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Trotz allem Getöse und Gejammer, das jetzt von CDURüttgers bis SPD
veranstaltet wird: nur entschiedene Gegenwehr kann Betriebschließungen
verhindern.
Der Kampf darf nicht allein mit der Zielsetzung eines Sozialplans geführt
werden, was von der DGB-und IGM-Führung in der Regel angestrebt wird. Jede
Betriebsschließung bedeutet eine Niederlage, mehr ohne existenzsichernden Job, bedeutet
Perspektivlosigkeit und Verelendung von vielen.
Aus dem Sozialplan fallen zudem die Beschäftigten der Zulieferfirmen,
der Zeitarbeitsfirmen sowie alle anderen, deren Arbeitsplätze indirekt von der
Schließung bedroht sind, heraus. Das bedeutet eine Spaltung des Widerstands.
Die Führung des Widerstands sollte deshalb von vornherein bei den
betroffenen ArbeiterInnen liegen, unter Kontrolle von Versammlungen der
Beschäftigten stehen, allen Geheim- und Kungelrunden ist eine klare Absage zu
erteilen.
Jedem Versuch, den Kampf in eine nationalistische Richtung zu
lenken, gegen rumänische, ungarische oder asiatische ArbeiterInnen, muss eine
klare Absage erteilt werden. Die Beschäftigten in Bochum müssen von der
gesamten Arbeiterbewegung unterstützt werden. Die Solidarität darf sich nicht
nur auf symbolische Akte beschränken.
Die letzten Monate haben gezeigt, mit welcher Direktheit der Klassenkampf
von oben forciert wird. Es stehen harte Kämpfe um Lohnsteigerungen, Arbeitszeit
bevor aber auch gegen Entlassungswellen bei Konzernen.
Die Inflation steigt erheblich und frisst die Einkommen auf, von Hungerlöhnen,
von ALG2 kann immer schlechter gelebt werden. Selbst der angebliche Aufschwung geht
seinem Ende entgegen, die Finanz- und Immobilienkrise wirkt als
beschleunigender Faktor.
Nokia darf nicht eine weitere Niederlage im Kampf gegen die Vernichtung
von Arbeitsplätzen werden- deshalb geht dies alle an. Lafontaine hat vor kurzem
den Einsatz auch des politischen Streiks gefordert- nehmen wir ihn und seine
Partei beim Wort.
Das NLO schlägt folgende zentrale Forderungen vor:
- Gegen Entlassungen und Betriebsschließung!
- Erhalt aller Arbeitsplätze bei Nokia Bochum!
- Unbefristeter Besetzungsstreik, damit die Bosse die Anlagen und
Kommunikationsmittel nicht abmontieren! Dies ist wichtig, um sich aktiv gegen
die Kahlschlagspläne zu wehren und die Kontrolle über die Betriebsabläufe zu
gewinnen.
- Für die "Gläserne Fabrik", d.h. für die Offenlegung der
Geschäftsbücher, Konten, Kapitaltransfers und aller Geschäftsvorgänge für Kommissionen
der Beschäftigten und der Gewerkschaften!
- Entschädigungslose Enteignung aller Unternehmen, die mit
Schließungen und Stilllegungen drohen!
- Fortführung und Reorganisation der Produktion unter
Arbeiterkontrolle!
Mitdiskutieren! Mitmachen! Netze knüpfen!
Kontakt über unsere Homepage:
www.netzwerk-linke-opposition.de
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