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29.08.2008
 
 
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Nokia Bochum: Keine Entlassungen! Keine Betriebsschließung! Drucken E-Mail
von Rat des NLO   
20.01.2008
enteignen.jpgNokia enteignen !

Fortführung und Reorganisation der Produktion unter Arbeiterkontrolle !

Erklärung des Netzwerks Linke Opposition:

Den Kampf gegen die Schließung von Nokia Bochum führen - aber wie?

Es ist immer dasselbe brutale Spiel: Egal ob das Betriebsergebnis rote oder schwarze Zahlen bringt, ob deutsches oder finnisches, schwedisches oder US-Kapital am Werk ist- die Optimierung der Profite im Konkurrenzkampf mit anderen Kapitalien ist die einzige Leitlinie, die das Handeln von Managern des Kapitals bestimmt. Dafür werden Kriege geführt, das geht man auch im Inland über Leichen.

Arbeiterexistenzen oder „das Wohl der Mitarbeiter" sind dem Kapital bei der Verfolgung seiner Ziele ziemlich egal. Nur entschiedene Gegenwehr kann sie stoppen

Aus den Erfahrungen bei AEG, BSH Berlin, Opel u.a. lernen...

Download des Flugblattes des NLO:

http://www.linkezeitung.de/cms/nokianlo.pdf 

Trotz allem Getöse und Gejammer, das jetzt von CDURüttgers bis SPD veranstaltet wird: nur entschiedene Gegenwehr kann Betriebschließungen verhindern.

Der Kampf darf nicht allein mit der Zielsetzung eines Sozialplans geführt werden, was von der DGB-und IGM-Führung in der Regel angestrebt wird. Jede Betriebsschließung bedeutet eine Niederlage, mehr ohne existenzsichernden Job, bedeutet Perspektivlosigkeit und Verelendung von vielen.

Aus dem Sozialplan fallen zudem die Beschäftigten der Zulieferfirmen, der Zeitarbeitsfirmen sowie alle anderen, deren Arbeitsplätze indirekt von der Schließung bedroht sind, heraus. Das bedeutet eine Spaltung des Widerstands.

Die Führung des Widerstands sollte deshalb von vornherein bei den betroffenen ArbeiterInnen liegen, unter Kontrolle von Versammlungen der Beschäftigten stehen, allen Geheim- und Kungelrunden ist eine klare Absage zu erteilen.

Jedem Versuch, den Kampf in eine nationalistische Richtung zu lenken, gegen rumänische, ungarische oder asiatische ArbeiterInnen, muss eine klare Absage erteilt werden. Die Beschäftigten in Bochum müssen von der gesamten Arbeiterbewegung unterstützt werden. Die Solidarität darf sich nicht nur auf symbolische Akte beschränken.

Die letzten Monate haben gezeigt, mit welcher Direktheit der Klassenkampf von oben forciert wird. Es stehen harte Kämpfe um Lohnsteigerungen, Arbeitszeit bevor aber auch gegen Entlassungswellen bei Konzernen.

Die Inflation steigt erheblich und frisst die Einkommen auf, von Hungerlöhnen, von ALG2 kann immer schlechter gelebt werden. Selbst der angebliche Aufschwung geht seinem Ende entgegen, die Finanz- und Immobilienkrise wirkt als beschleunigender Faktor.

Nokia darf nicht eine weitere Niederlage im Kampf gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen werden- deshalb geht dies alle an. Lafontaine hat vor kurzem den Einsatz auch des politischen Streiks gefordert- nehmen wir ihn und seine Partei beim Wort.

Das NLO schlägt folgende zentrale Forderungen vor:

  1. Gegen Entlassungen und Betriebsschließung!
  2. Erhalt aller Arbeitsplätze bei Nokia Bochum!
  3. Unbefristeter Besetzungsstreik, damit die Bosse die Anlagen und Kommunikationsmittel nicht abmontieren! Dies ist wichtig, um sich aktiv gegen die Kahlschlagspläne zu wehren und die Kontrolle über die Betriebsabläufe zu gewinnen.
  4. Für die "Gläserne Fabrik", d.h. für die Offenlegung der Geschäftsbücher, Konten, Kapitaltransfers und aller Geschäftsvorgänge für Kommissionen der Beschäftigten und der Gewerkschaften!
  5. Entschädigungslose Enteignung aller Unternehmen, die mit Schließungen und Stilllegungen drohen!
  6. Fortführung und Reorganisation der Produktion unter Arbeiterkontrolle!


Mitdiskutieren! Mitmachen! Netze knüpfen!

Kontakt über unsere Homepage:
www.netzwerk-linke-opposition.de

 

Letzte Aktualisierung ( 20.01.2008 )
 
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