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29.08.2008
 
 
Protokoll Plenum NLO-Berlin 10.12.2007 Drucken E-Mail
von NLO - Berlin   
15.12.2007
logo nlo berlin.jpg Protokoll NLO Berlin vom 10.12.2007

T.O.  

Aufbau  und Auseinandersetzung im NLO und Linke Zeitung bundesweit.

-   Arbeit in Berlin inklusiv Bildung von Bezirksgruppen

-   Weitere Berichte GDL , Soli-Kurdistan etc.

    

Anwesend 20 Person , davon 18 mit Stimme –beginn 19.35 Uhr

1) Es gab eine ausführliche Diskussion über die Entwicklung im NLO der letzten Monate bis zur der  Erklärung der Mehrheit des NLO Rates.

Dazu lag ein Antrag von Martin vor - siehe Anhang.      

Die Diskussion wurde abgeschlossen um 21.10 Uhr     

Abgestimmt wurden die Punkte 1-3      

1. Das Berliner NLO unterstützt die Ratsmehrheit 

- Wir werden weiter das Ziel verfolgen, eine bundesweite, klassenkämpferische, sozialistische Alternative zur LINKEN aufzubauen. 

- Das heißt für uns, dass wir uns an den Protesten und Widerstandsaktionen gegen die Politik des deutschen Imperialismus, die Angriffe der herrschenden Klasse, ihrer Regierung und des Senats beteiligen und diese vorantreiben wollen. Wir wollen darin v.a. die klassenkämpferischen, internationalistischen, anti-imperialistischen und anti-kapitalistischen Kräfte in der gemeinsamen Aktion stärken.

- Das NLO versteht sich also als eine Koordinierung zur Aktion, v.a. all jener Kräfte, die für eine klassenkämpferische Politik eintreten, um deren Vorschläge und Initiativen zu stärken und auch in größeren Bündnissen möglichst stark zu vertreten.- Das NLO will außerdem die – durchaus kontroverse - programmatische und strategische Debatte um eine sozialistische Perspektive, Programmatik und Organisierung voranbringen.

Zu Punkt 1          16 Ja     1 Enthaltung   1 Nein

2. Um das NLO in Berlin zu stärken und uns effektiv in den Kampf gegen Privatisierung, Arbeitslosigkeit, Faschismus, Rassismus oder Militarismus einzubringen, bauen wir Bezirksstrukturen auf. Eine Gruppe in Spandau existiert schon länger. Die Bezirksgruppe Kreuzberg/Friedrichshain wurde gegründet und jene von Pankow/Mitte steht bevor. Die Bezirksgruppen werden ihre lokalen Schwerpunkte selbständig wählen.

Zu Punkt 2          16 Ja     1 Enthaltung   1 Nein

3. Wir bestätigen die Delegierten zum Rat des NLO. Diese werden beauftragt, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Ratsmehrheit den bundesweiten Aufbau des NLO voranzutreiben.Die Minderheit im Rat des NLO hat die oben skizzierte Perspektive über Monate blockiert und durch ihr Verhalten jede weitere Zusammenarbeit verunmöglicht. Hinter dieser Spaltung steht eine grundlegende politische Differenz.Die Minderheit im Rat will ein „Netzwerk“ das keine politische Klärung herbeiführt. Sie  stellt die „Einheit“ einander politisch ausschließender Kräfte und Richtungen über alles. Doch diese „Einheit“ ist nur um den Preis der politischen Paralyse und Stagnation zu haben, reformistisch dominierte „Sammlungsbewegungen“ und „Netzwerke“ gibt und gab es schon genug.Wir wollen ein anderes NLO – eine handlungsfähiges bundesweites Bündnis, das sich klassenkämpferisch positioniert und die Diskussion um sozialistische Programmatik organisiert und vorantreibt.

Zu Punkt 3          16 Ja        2 Nein

2) Es wurde Beschlossen das für eine bessere Arbeitsweise des Berliner NLO in Berlin Bezirkskruppen

eingerichtet werden. Neben der Spandauer Gruppe hat sich in Kreuzberg – Friedrichshain gegründet.

Die Treffen sind für alle offen .das Treffen für in Kreuzberg findet Freitags, 17.00H Kohlfurterstr. 40 statt.

Weiterhin gibt es eine Kunst und Kultur-AG , nähere Informationen unter \n Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

3) Aufgrund der eskalierenden Situation in Kurdistan und der Angriffe von Grauen Wölfen auf kurdische Vereine in Berlin hat sich ein Kurdistan-Solidaritätskomitee gegründet. Die NLO unterstützt das Komitee und hat die Plattform einstimmig unterstützt. - Text der Resulotion unten und im Anhang

4) Aufgrund  der fortgeschrittenen Zeit wurde die Auswertung des GDL – Streiks vertagt. Es wird aufgerufen Mittwoch den 12.12. zur Demo des Öffentlichen Dienstes zu kommen, um 7.30 h von Ostbahnhof und Friedrichstr. Zum Roten Rathaus.

5) Einzelhandelsdemo 11.00 h vor der Urania. Am 14./15.12. gibt es weitere Streiks im Einzelhandel, dazu setzt sich Martin mit einem Streikleiter in Verbindung, um Termin und Ort zu erfahren. Wir haben beschlossen die Aktion zu unterstützen, Martin mailt Details.

6) Die Wasserkampagne wird voraussichtlich bis 31. Januar fortgesetzt zur Sicherung ausreichender Stimmen, Termine zur Unterschriftensammlung siehe Homepage.

7) Zu unseren konkreten Teilnahme an der  LL-Demo konnten wir auf Grund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr diskutieren. Der KO-Kreis Berlin wird dazu aufrufen.

8) Voraussichtlich nächster Termin des NLO-Plenums ist 15.01.08, Einladung wird versendet, wenn der Tagungsraum bekannt ist.

 
Wir wünschen Euch eine schöne Winterzeit und guten Rutsch ins Neue Jahr!    

NLO-Berlin 
 

===> Anhang.1

 
NLO-Berlin RESULOTION

1. Das Berliner NLO unterstützt die Ratsmehrheit

 - Wir werden weiter das Ziel verfolgen, eine bundesweite, klassenkämpferische, sozialistische Alternative zur LINKEN aufzubauen.

- Das heißt für uns, dass wir uns an den Protesten und Widerstandsaktionen gegen die Politik des deutschen Imperialismus, die Angriffe der herrschenden Klasse, ihrer Regierung und des Senats beteiligen und diese vorantreiben wollen. Wir wollen darin v.a. die klassenkämpferischen, internationalistischen, anti-imperialistischen und anti-kapitalistischen Kräfte in der gemeinsamen Aktion stärken.

- Das NLO versteht sich also als eine Koordinierung zur Aktion, v.a. alle jener Kräfte, die für eine klassenkämpferische Politik eintreten, um deren Vorschläge und Initiativen zu stärken und auch in größeren Bündnissen möglichst stark zu vertreten.

- Das NLO will außerdem die – durchaus kontroverse - programmatische und strategische Debatte um eine sozialistische Perspektive, Programmatik und Organisierung voranbringen.

2. Um das NLO in Berlin zu stärken und uns effektiv in den Kampf gegen Privatisierung, Arbeitslosigkeit, Faschismus, Rassismus oder Militarismus einzubringen, bauen wir Bezirksstrukturen auf. Eine Gruppe in Spandau existiert schon länger. Die Bezirksgruppe Kreuzberg/Friedrichshain wurde gegründet und jene von Pankow/Mitte steht bevor. Die Bezirksgruppen werden ihre lokalen Schwerpunkte selbständig wählen.

3. Wir bestätigen die Delegierten zum Rat des NLO. Diese werden beauftragt, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Ratsmehrheit den bundesweiten Aufbau des NLO voranzutreiben.

Die Minderheit im Rat des NLO hat die oben skizzierte Perspektive über Monate blockiert und durch ihr Verhalten jede weitere Zusammenarbeit verunmöglicht. Hinter dieser Spaltung steht eine grundlegende politische Differenz.

Die Minderheit im Rat will ein „Netzwerk“ das keine politische Klärung herbeiführt. Sie  stellt die „Einheit“ einander politisch ausschließender Kräfte und Richtungen über alles. Doch diese „Einheit“ ist nur um den Preis der politischen Paralyse und Stagnation zu haben, reformistisch dominierte „Sammlungsbewegungen“ und „Netzwerke“ gibt und gab es schon genug.

Wir wollen ein anderes NLO – eine handlungsfähiges bundesweites Bündnis, das sich klassenkämpferisch positioniert und die Diskussion um sozialistische Programmatik organisiert und vorantreibt.

 

===> Anhang.2

 

Plattform des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin

Die Lösung der kurdischen Frage ist eine Schlüsselfrage für die Zukunft des Nahen- und Mittleren Ostens. Gleichzeitig leben rund 800.000 kurdischstämmige Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin wurde von kurdischen, türkischen und deutschen Organisationen und Einzelpersonen gegründet und ist offen für jeden, der seine Ziele unterstützt. Das Komitee will mit politischer Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit auf die schweren Menschenrechtsverletzungen in den verschiedenen Teilen Kurdistans und die Verfolgung politisch aktiver Kurdinnen und Kurden in Deutschland hinweisen. Besonders betont es dabei die Beihilfe des deutschen Staates und der deutschen Wirtschaft zur fortdauernden Unterdrückung der Kurdinnen und Kurden. Es fordert einen Stopp der Waffenlieferungen an die Türkei und thematisiert die Unterstützung der türkischen Politik durch deutsche Politikerinnen und Politiker.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes ein. Die Kurdinnen und Kurden müssen selbst darüber entscheiden können, wie sie mit ihren Nachbarvölkern- und -staaten zusammenleben wollen.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee tritt für das Ziel eines Nahen- und Mittleren Ostens ein, in dem die Völker der Region ohne Einmischung auswärtiger Großmächte und einheimische reaktionären Regimes frei über ihre Zukunft entscheiden können, gleichberechtigten Zugang zu den Ressourcen haben und die Rechte aller ethnischen und religiösen Minderheiten gewahrt werden.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee tritt für die demokratischen Rechte der hier lebenden kurdischen Bevölkerung und deren Recht auf politische Organisationen und Aktivitäten ein. Daher muss das PKK-Verbot  aufgehoben und die Kriminalisierung von politisch aktiven Kurdinnen und Kurden beendet werden. Das Kurdistan-Solidaritätskomitee wendet sich gegen den Abbau demokratischer Grundrechte und die Schaffung eines Überwachungsstaates im Namen der Terrorismusbekämpfung. Die Stigmatisierung von emanzipatorischen und Befreiungsbewegungen durch Terrorlisten von EU und USA muss gestoppt werden.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee setzt sich für die demokratischen und sozialen Rechte von allen in Deutschland lebenden Arbeitsemigrantinnen und Arbeitsemigranten sowie  Flüchtlingen ein. Hierzu gehört das uneingeschränkte Recht auf Asyl für politisch oder wegen ihrer Volkszugehörigkeit verfolgte Menschen, sowie ein Abschiebe und Auslieferungsstopp an die Verfolgerstaaten.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee tritt für die Geschwisterlichkeit der Völker und ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller hier lebender Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, Nationalität oder ihres Glaubens ein. Es wendet sich gegen jede Form von Rassismus und Faschismus, gleich ob dieser von türkischen „Grauen Wölfen“ oder deutschen Neonazis ausgeht.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee sieht sich als Teil der weltweiten Antikriegsbewegung. Es lehnt Militarismus, Imperialismus und Eroberungskriege ebenso ab, wie jede Form von Kolonialismus und Fremdherrschaft.

Für diese Ziele tritt das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin ein:

- Schluss mit der Kriminalisierung politisch aktiver Kurdinnen und Kurden in Deutschland

-  Weg mit dem PKK-Verbot!- Schluss mit der Militärhilfe für die Türkei!

- Grenzen auf für Flüchtlinge - Keine Abschiebungen und Auslieferungen an Verfolgerstaaten!

- Nein zum Überwachungsstaat – für die Abschaffung der Terrorparagraphen 129, 129a und b und      die EU-Terrorliste!

- Freiheit für Abdullah Öcalan und alle politischen Gefangenen weltweit!

- Freiheit und Selbstbestimmung für die Kurdinnen und Kurden!

- Für die Geschwisterlichkeit der Völker – gegen Militarismus, Imperialismus und   Kolonialismus! 

 

 
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