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Neoreformistischer Realitätsverlust - zur Spaltung des NLO Drucken E-Mail
von Rat des NLO   
06.12.2007
NLO-Logo negativ mit Schrift-250.jpgMit einer „Gegendarstellung" zur Erklärung der Mehrheit der Ratsmitglieder des Netzwerks Linke Opposition haben sich Edith-Barthelmus-Scholich, Joga Twickel und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu Wort gemeldet.

In der Gegendarstellung - unterzeichnet von sechs Ratsmitgliedern - heißt es, die Mehrheit der Ratsmitglieder sei gar keine Mehrheit, weil sie nur acht Mitglieder umfasse...

Im Übrigen wird dem Rat des NLO, wie wir es von diesen Leuten nun schon sattsam gewohnt sind, einmal mehr die Kompetenz abgesprochen, sich politisch zu äußern. Und wenn die Mehrheit der Ratsmitglieder dieses unveräußerliche Recht dennoch in Anspruch nimmt - im politischen Übereinklang mit der durch sie vertretenen Basis - dann ist das angeblich „autoritär"„unduldsam", „ausgrenzend", „spalterisch", „dogmatisch-zentralistisch" und, und und.... Glücklicherweise teilen uns die Unterzeichner dieser „Gegendarstellung" auch mit, weshalb das so ist und klären dementsprechend die Öffentlichkeit darüber auf, warum die Mehrheit der Ratsmitglieder so böse ist:"... einfach, weil sie das Sagen haben" will".

Auch insoweit können wir diesen politischen Lebensabschnittgefährten bescheinigen, dass sie sich selbst treu geblieben sind. Wieder einmal vermeiden sie jede klare politische Äußerung und geben den Leserinnen und Lesern keine Rechenschaft über ihre politischen Zielsetzungen, strategischen Vorstellungen und taktischen Ideen ab.

Wo die Mehrheit der Ratsmitglieder die Position vertritt, daß eine glaubwürdige Alternative zur Partei „Die Linke" nur als offen sozialistische Kraft denkbar ist, wo die Felsberger Versammlung von der Notwendigkeit einer sozialistischen Perspektive sprach, pochen Edith-Barthelmus-Scholich, Joga Twickel und ihre Freunde auf einen inhaltsleeren, diffusen und zum Selbstzweck erhobenen Pluralismus. Wo sich die Felsberger Erklärung als Konsequenz aus der Notwendigkeit, (gegen neoliberale Politik) sozialistische Perspektiven aufzuzeigen, „entschieden für eine Partei ausspricht, die betriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe und außerparlamentarische Bewegungen als ihren Schwerpunkt betrachtet", will Edith Barthelmus-Scholichs Mitstreiter Dieter Braeg inzwischen der Öffentlichkeit weismachen, in der Felsberger Erklärung komme weder der Begriff „Partei" vor, noch sei dies ein Auftrag gewesen, eine linke Partei anzustreben: „Diejenigen die bisher in außerparlamentarische, betriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe verwickelt waren", schreibt er, „die wissen mit großen Mehrheit dass sie eines ganz gewiss noch nie hilfreich erlebten - eine linke Partei."

Auch so kann man sich vom Netzwerk Linke Opposition und seinen Zielen verabschieden.

Edith-Barthelmus-Scholich, bekanntlich ISL-Mitglied und damit ironischerweise Mitglied einer internationalen politischen Strömung, deren offizieller Name „Weltpartei der sozialistischen Revolution" lautet, einer Internationale, die sich überdies zum demokratischen Zentralismus bekennt, verschweigt dabei ihr im Rat immer wieder vorgebrachtes strategisches Konzept, der aus ihrer Sicht vermutlich unbedarften Bevölkerung durch verquaste Sprachregelungen zu verschweigen, daß sie sie in Richtung Sozialismus manipulieren will.

Das ist nicht die Art solidarischer Auseinandersetzung und gesellschaftlicher Basisdemokratie, die die Mehrheit des Netzwerks Linke Opposition anstrebt. Die von Dieter Braeg als legitime Maßnahme gegen die angeblichen Übernahmeversuche der Gruppe Arbeitermacht verteidigte „Privatisierung" von e.mail-Verteilern bei der Linken Zeitung und die Schaffung eines direkten politischen Konkurrenzprojekts zu diesem dem NLO nahestehenden Projekt mit Hilfe dieses Materals, setzte dem Verhalten Edith Barthelmus-Scholichs die Krone auf. Eine weitere Zusammenarbeit mit ihr und ihren UnterstützerInnen war danach im Rahmen des Netzwerks Linke Opposition nicht mehr möglich. Die seitherigen (gescheiterten) Versuche, Hacker-Angriffe auf die Linke Zeitung und die website des NLO zu unternehmen, bestärken die Ratsmehrheit des NLO in ihrer Haltung. 

Es reicht!



Die Delegierten des Rates:

Rainer Bodenschatz (Hamburg),
Francis Byrne (NRW - Köln),
Dieter Elken (Brandenburg),
Lucien Jaros (Berlin),
Martin Mitterhauser (Berlin),
Detlef Mühling (Nordhessen),
Mario Sperling (Berlin),
Michael Uhlich (Leipzig),
Augusto Yankovic (Baden-Württemberg)

 

Letzte Aktualisierung ( 01.01.2008 )
 
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