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Solidarität mit dem Fahrpersonal! Drucken E-Mail
22.08.2007

gdlsoliDurchbrechen wir die Desinformierung der Fahrgäste.

Seit 2001 bis 2006 sind die Reallöhne in Deutschland um 2,9% gefallen, bei der Post schon um 50% usw., die Lokführer verdienen schon am wenigsten in Europa, 63% weniger als die spanischen. Es wird endlich einmal für die Arbeiterbewegung notwendig, diesen Teufelskreis des globalen Wettbewerbes mit den Dumpinglöhnen zu durchbrechen.

Die Eisenbahner haben schon 30% ihres Lohnes verloren und Transnet hat nur 4,5% 2007 für 19 Monate abgeschlossen, auf das Jahr umgerechnet sind das gerade mal 2,8%, also kaum mehr als die Inflationsrate. Da zeigt es sich doch wieder, dass Transnet-Chef Norbert Hansen und
Hartmut Mehdorn ein gutes Verhältnis miteinander haben und Hansen Mehdorns Börsengang in die Privatisierungsfalle voll unterstützt.


http://www.bahn-spass.de/2007/07/09/kuhhandel-zwischen-bahn-und-transnet/#quelle2

Die DGB-Führung hat schon ihren Frieden mit den Heuschrecken gemacht, und verwettet alle Pensionsgelder ihrer Angestellten bei Blackstone. Ver.di hat sogar alle wesentlichen Tarifwünsche von Blackstone bei der Telekom erfüllt. Hansen führt sich wie ein Handelsvertreter der Börsenhaie auf, wenn er der GDL vorwirft, dass sie mit ihrem kompromisslosen Kurs den Börsengang der DB AG verhindere.

Deshalb braucht die GDL unbedingt die Fahrgäste auf ihrer Seite, will sie nicht zu faulen Kompromisse gezwungen werden. Genau hier können die linken Gruppen die GDL unterstützen und die Fahrgäste über den wahren Sachverhalt informieren. Oft schimpfen die Kollegen über die
„gierigen" Lokführer. Wenn man sie aber über den niedrigen Lohn aufklärt, zeigen sie doch für den Streik und ihren ausgefallenen Zug Verständnis.

Wir sollten nicht erst warten, ob die Schlichtung erfolgreich ist oder scheitert und der Streik wieder aufgenommen wird. Dann sollten schon manche Fahrgastgruppen informiert sein und es stärkt die Verhandlungsposition der GDL. Wenn der Streik wieder aufgenommen werden sollte, sollten wir Solidaritätsgruppen gründen, um die Unterstützung noch zu verstärken.

Dafür könnt ihr hier das Info-Blatt für die Fahrgäste downloaden, welches ihr in den Bahnhöfen und den Zügen verteilen könnt, vielleicht noch mit einer kleinen Kundgebung, manche können sich auch als zerlumpter Fahrkartenkassierer dabei verkleiden oder andere bunte Sachen machen. Vielleicht kann sich das Fahrpersonal mit der Unterstützung aller Fahrgäste einen ordentlichen Lohn erkämpfen?

Wer kämpft, kann verlieren.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Fahrgast Info zum downloaden:

Die Lokführer in Deutschland werden am schlechtesten bezahlt in Europa!

Wollen wir alle auf dem letzten Platz landen?

In den 60ern konnte man in Spanien als Urlauber die Waschfrauen am Bach erleben. 2007 verdienen die spanischen Lokomo­tivführer aber inzwischen 63% mehr als die deutschen. Vom Spitzenverdienerland zum Armenhaus Europas?

Netto 1.600 oder 1.800 €uro und 2 Kinder, da darf der Partner nicht arbeitslos werden, sonst ist kein Urlaub und Auto mehr drin. Formal müssen die Lokführer 37 Stunden pro Woche arbeiten, aber nach dem von Transnet abgeschlossenen Tarifvertrag sind sie zu Überstunden ohne Ende verdonnert, bis zu 14 Stunden Arbeitszeit am Tag.

Der Reisende oder Pendler kauft aber mit dem Fahrschein von der DB auch die Gewähr, dass er sicher am Zielbahnhof ankommt. Wie aber soll das gehen mit solch ge­stressten Lokomotivführern? Er trägt Ver­antwortung für 500 Fahrgäste und wird mit einem Billiglohn abgespeist.

Alle Fahrgäste haben einen Anspruch auf einen ausgeruhten und zufriedenen Lokomotivführer. Das müssen wir als Fahr­gäste verlangen, wofür zahlen wir sonst Fahrgeld, für die „Ankunft ohne Gewähr"?

Dass die Deutsche Bahn AG ordentliche Löhne zahlen könnte, sieht man doch daran, dass sie 2006 ihren 8 Vorständen 62,5% mehr bei Gesamtbezügen von über 20 Millionen €uro zahlen konnte. Da sind doch die 31% Tariferhö­hungs-Forderung der GDL zehn mal ge­rechtfertigt. Und da die Lokführergewerk­schaft in der Tarifgemeinschaft mit der Transnet und DBAG schon 30% ihrer
Löhne verloren hatten, fordert die GDL zu Recht einen eigenen Spartentarifvertrag.

Wir als Kunden der DB können uns nur diesen Forderungen anschließen. Außer­dem gefährdet dieses Lohndumping unse­rer aller Löhne.

Spartentarifvertrag für die GDL!

31% mehr für die Lokführer!

Letzte Aktualisierung ( 05.10.2007 )
 
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