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07.02.2012
 
 
Im Osten nichts Neues Drucken E-Mail
18.06.2007

aussen-rot_innen-weissWährend sich die Linke im Westen auf neue Regierungsübernahmen vorbereitet, so bricht DIE LINKE im Osten in punkto Glaubwürdigkeit zusammen. In der Tat, der Westen ist in Sachen Fusion vorbildlicher und die Zusammenarbeit könnte unter Linken nicht besser geschehen, wenn da nicht die PDS -Genossen im Osten wären.

Der Landtagsabgeordnete Torsten Koplin könnte hier als bestes Beispiel genannt werden, so brachte er als Mitglied der Antikapitalistischen Linken, den weiteren Ausbau der Landespolizeischule in Neustrelitz mit ein. Nach seiner Pressemitteilung zufolge ist es richtig den Polizeistaat weiter auszubauen. Eine Mehrheit seiner Fraktion im Schweriner Landtag, folgte ihm dabei treu, darunter Befand sich auch der Landesparteichef Peter Ritter. Im letzten Jahr wurde das schärfste Polizeigesetz (SOG-II) im gesamten Bundesgebiet von einer SPD/PDS geführten Landesregierung eingeführt. Die Auswirkungen solcher Polizeigesetze fanden zum G-8 Treffen in Heiligendamm ihren Krönenden Höhepunkt, als dutzende unschuldige Menschen geschubst, umgerannt, geschlagen, getreten, mit Pfefferspray bearbeitet und in Beugehaft genommen wurden sind. Provokateure des Verfassungsschutzes trieben vor und während der Demonstration ihr Unwesen. Im gesamten Land MV sind vor dem G-8 Treffen V-Leute sogar als Parteimitglieder aktiv gewesen, die als Undercover getarnt selbst nicht beim Jugendverband `solid davor zurückschreckten. Die Verhafteten der folgenden Gipfeltage sind in Guantanamo ähnliche Gefängnisse verfrachtet worden. Während der PDS- Parteivorstand und der Bundesvorstand der WASG sich einstimmig gegen das G-8 Treffen Aussprachen, waren einige PDS Kreisverbände der Linkspartei.PDS ganz anderer Meinung gewesen. Die Doberaner Linkspartei.PDS bezeichnete das G-8 Treffen als Regionalen Aufschwung. Eine große Mehrheit der PDS- Mitglieder befürwortete sogar dieses Treffen.

Selbst einige linke Mitglieder der SPD oder der Grünen fragten sich nun des Öfteren, was will die PDS eigentlich wirklich. In der Kreisstadt Neustrelitz ist auch der AKL-Mann Torsten Koplin als Kreisvorsitzender tätig, unter seiner Führung wurde vor kurzen die Schließung der Kreisvolkshochschule ermöglicht. Es gab hierzu dutzende Proteste, doch die PDS-Kreisführung verwies das die Kreisvolkshochschule nicht länger finanziell tragbar ist und plädierte für eine Unterbringung in der jetzt schon viel zu kleinen Berufsschule in Altstrelitz. Der Abbau von Personal und Lehrkräften werden die Folgen sein. Ebenfalls hat die Stadt Neustrelitz ein neuen Leerstand zu beklagen. Beim Thema Leerstand könnte man gleich den Bau des neuen Kreiskrankenhauses in Neustrelitz noch mit Ansprechen, hier schaufelte der AKL-Mann Torsten Koplin Medienwirksam Seite an Seite neben SPD und CDU für den Bau eines Fragwürdigen Bauvorhabens. Steuer- und Gebührenerhöhungen sind für Torsten Koplin keine neoliberalen Kompromisse. Somit überlässt er seine Wählerschaft der sehr erfolgreichen NPD in Neustrelitz. Immerhin 7,4 % Prozent erhielt die Rechtsextreme NPD mit ihren Protest gegen linke (bzw. rechtsliberale) Versager, im vergangen Jahr bei den Landtagswahlen auch hier im Landkreis. Die PDS ist inzwischen weit ins Feld der CDU vorgedrungen und weiß nicht mehr so richtig wie man dort wieder herauskommen soll. Da könnte man den Rechtsextremen doch mit Hilfe einer so genannten „Antifa-Klausel" einen Maulkorb im Landtag verpassen und dann schön brav weiter mit der neoliberalen SPD/CDU im Land Mecklenburg-Vorpommern Politik betreiben.

und anderswo:

Während die WOBA Verkäufer einen ersten Klasse Freispruch vom Parteivorstand bekamen, machte auch ein PDS Bürgermeister in Sachsen-Anhalt Schlagzeilen, als er mit Neonazis eine Flasche Bier vor einem Lagerfeier trank und mit dabei war als das Tagebuch der Anne Frank verbrannt wurde. Also liebe Netzwerker alles bleibt beim alten, DIE LINKE hat im Osten erhebliche Mängel noch zu korrigieren. Ob diese Mängelliste überhaupt noch mit den amtierenden Köpfen korrigierbar ist, dass möchte ich hiermit in Frage stellen.

die verpasste Chance:

Die WASG-MV ist und bleibt die einzige Opposition im Bundesland MV. Gerade einmal 45 Personen werden (im Volkmund auch Mini- PDS bezeichnet) den Schritt zur neuen LINKEN wagen. Der andere Teil bestehend aus 222 Mitgliedern und engen Sympathisanten, werden diesen Schritt nicht mehr mitmachen. Somit stellen auch wir die neue „DIE LINKE" in MV in Frage. Statt Herz und Verstand wird hier eine neue LINKE bestehend aus Doppelmitgliedschaften und bestochenen WASG Mitgliedern bürokratisch vollzogen. Neben den hohen Durchschnittsalter von 72 Jahren, gleicht die PDS ehr einer Volkspartei wie den Grauen Panthern. Junge Menschen wandern durch Rot/Rote Arbeitsmarktreformen ab in die alten Bundesländer oder am besten gleich ins Ausland. Wenn Nazis wieder erfolgreich NPD Infostände in Gegenden aufbauen bei Durchschnittlich 25% Prozent Arbeitslosigkeit könnte es kaum sozialistischer zu gehen. Inzwischen laufen sogar die Mitglieder der "jungen Union" bei Nazi-Aufmärschen wie jüngst zum 1.Mai in Neubrandenburg mit. Der jüngere linke Parteinachwuchs sammelt sich beim Jugendverband `solid oder bleibt ganz und gar aus. Die PDS im Osten blinkt links ist aber bald biologisch Tod.

mit sozialistischen Grüßen

NLO-MV           

Letzte Aktualisierung ( 27.06.2007 )
 
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