| Brief des RSB/IV. Internationale an das NLO |
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| 16.06.2007 | |
Mannheim, den 12. Mai 2007
Für eine enge Zusammenarbeit in der außerparlamentarischen Bewegung!Liebe Genossinnen und Genossen des Netzwerks Linke Opposition, der RSB/IV. Internationale schlägt dem Netzwerk Linke Opposition (NLO) eine enge Zusammenarbeit beim Aufbau der außerparlamentarischen Bewegung vor. Ebenfalls haben wir Interesse an einer politischen Debatte mit dem NLO. Der RSB wird aber nicht in das Netzwerk Linke Opposition eintreten. 1. Unser gemeinsames Ziel: Die Bildung einer antikapitalistischen Partei in der BRD Beim Herangehen an den Prozess der Bildung einer antikapitalistischen bzw. revolutionären Organisation sehen wir 3 unterschiedliche Herangehensweisen:
2. Wo wir gemeinsame Ansätze sehen Wir möchten die Äußerungen führender VertreterInnen des NLO, dass sich das Netzwerk Linke Opposition für die Stärkung der außerparlamentarischer Bewegung und den Aufbau einer außerparlamentarischen Opposition einsetzt, doppelt unterstreichen. Ansätze einer entsprechenden gemeinsamen praktischen Arbeit sehen wir im Bündnis 3. Juni (B3J), das wir als einen Teil des linken Flügels der sozialen Bewegung betrachten und wo Mitglieder des RSB von Anfang an mitgearbeitet haben. Einen weiteren außerparlamentarischen Ansatz sehen wir in der Mobilisierung gegen das G 8-Treffen in Rostock / Heiligendamm. Auch wenn diese Aktivitäten nach dem 2. Juni zurückgehen werden, treten wir für die Aufrechterhaltung der Mobilisierungsstrukturen ein. Einen dritten außerparlamentarischen Ansatz sehen wir im Aufbau einer klassenkämpferischen Betriebs & Gewerkschaftsarbeit. Mitglieder des RSB waren an einigen nicht ganz unbedeutenden Arbeitskämpfen beteiligt. Einige GenossInnen von uns gehören zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes der Gewerkschaftslinken, das eng mit dem labournet verbunden ist. In diesen Arbeitsfeldern könnte und sollte die Zusammenarbeit zwischen NLO und RSB vertieft werden, was unserer Ansicht nach eine gewisse Umorientierung eines Teils derjenigen erfordert, die die Wahlalternative verlassen (haben). 3. Warum wir "Entrismus" ablehnenAn dieser Stelle eine Bemerkung zum "Entrismus". Der Begriff ist nicht nur in der WASG sondern sogar in der bürgerlichen Öffentlichkeit zu einem richtigen Schlagwort geworden und eindeutig negativ besetzt. Demnach treten "Trotzkisten" in größere linke Formationen ein, um dort durch eine politische Fraktionsarbeit neue Mitglieder zu gewinnen. Nach Erfahrungen mit diversen Gruppen und Organisationen sehen selbst wohlmeinende Linke im "Entrismus" ein prinzipienloses Manövrieren. Allein das spricht schon gegen irgendeine Art von "Entrismus" des RSB im NLO. Der RSB hat weder zu irgendeinem Zeitpunkt in der WASG Entrismus gemacht noch praktiziert er ihn etwa der "autonomen" WASG in Berlin (BASG). Wir bleiben unter unserem Label RSB und wollen uns nicht hinter dem des NLO verstecken. Wir verstehen das NLO als ein offenes Netzwerk und begrüßen das Angebot zur Teilnahme an seinen Diskussionen. Wir werden von Fall zu Fall entscheiden, an welchen offenen NLO-Diskussionstreffen wir uns beteiligen. Umgekehrt beabsichtigen wir Mitglieder des NLO offen über dessen Gremien und homepage zu bestimmten Seminaren, Treffen und Konferenzen einzuladen.
Mit der von uns beabsichtigten engen Zusammenarbeit ist unser Herangehen an das NLO für alle offen. 4. Fragen an das NLOAuch wenn für uns die praktische Zusammenarbeit und die Diskussion des gemeinsamen Vorgehens gegen G 8, im B3J und in der Gewerkschaftslinken im Vordergrund steht, so sind wir doch darüber hinaus an einer Debatte mit dem NLO über den Aufbau einer antikapitalistischen bzw. revolutionären Partei interessiert. Dabei stellen sich für uns folgende Fragen:
Das sind unsere Vorschläge und Fragen an euch. Die praktische Zusammenarbeit wird sich in den entsprechenden Rahmen der Anti-G 8-, B3J-Strukturen, denen der Gewerkschaftslinken, vor Ort und regional entwickeln. Wir hoffen auf eine solidarische und erfolgreiche Zusammenarbeit. Politisches Sekretariat des RSB i.A. Peter Kreitz |
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Mannheim, den 12. Mai 2007

