| "Offener Brief" von Joga Twickel (NLO NRW) |
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| 05.06.2007 | |
als Antwort auf das Standpunktpapier *»In der Sackgasse – oder: Mittel beherrschen Ziele«* der beiden Vorstandsmitglieder der Rosa Luxemburgstiftung, Lutz Brangsch und Michael Brie
Nun, Herr Brangsch und Herr Brie, es bleibt ihnen beiden selbstverständlich unbenommen, die von ihnen angestellten Überlegungen mit ihren Gesinnungsgenossen zu diskutieren und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Nur zu, stehen sie zu ihren Überzeugungen und organisieren sie z. B. in Zukunft gegen die G 8 ihre eigenen explizit gewaltfreien Demonstrationen! Nur zu ! Aber erwarten sie nicht, daß sich außer ihren Gesinnungsgenossen jemand aus dem jetzigen Bündnis gegen den G 8 Gipfel 2007 daran beteiligt. Denn niemand von uns hat Interesse daran, nachher wieder ihre vollen Hosen vorgeworfen zu bekommen. Sie waren diesmal im Bündnis dabei, das die Gipfelproteste vorbereitet hat. Sie schreiben: "Bestimmend blieb im gesamten Prozess der Vorbereitung die gebilligte Unterschiedlichkeit der Haltung zur Frage der Gewalt als Mittel des Protestes. Der Protest gegen den G8-Gipfel sollte nicht durch eine harte Debatte unter den G8-KritikerInnen selbst in Frage gestellt werden. Im Mittelpunkt sollte die gemeinsame Kritik stehen, in welcher Form auch immer." Warum haben sie da nicht darauf bestanden, die harte Debatte zu führen, die nicht geführt zu haben sie nun den anderen vorwerfen ? Warum werfen sie sich selbst das nicht vor ? Und vor allem: warum stehen sie jetzt hinterher nicht mehr zu dem in den Vorbereitungstreffen gefundenen Minimalkonsens:" Im Mittelpunkt sollte die gemeinsame Kritik stehen, in welcher Form auch immer." ? Warum stehen sie nicht mehr dazu ? Warum heulen sie jetzt mit der gleichgeschalteten Presse gegen die gewaltsame Form der Kritik ? Noch dazu, ohne sich authentische Informationen von Menschen zu verschaffen, die vor Ort dabei waren ? Warum verbreiten sie nicht sachgemäße Informationen über die Geschehnisse während der Demo in Rostock, um dem Bild, das BILD und Co. im Sinne der Staatsmacht verbreiten, entgegenzutreten ? Herr Brie und Herr Brangsch, wir sind froh, dass sie angesichts ihrer vollen Hosen - sie könnten es sich ernsthaft mit der herrschenden Politik verderben - zum Rückzug für sich und ihresgleichen aus der Globalisierungsbewegung von unten blasen ! So wird einfach klar, auf welcher Seite sie stehen. |
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als Antwort auf das Standpunktpapier *»In der Sackgasse – oder: Mittel beherrschen Ziele«* der beiden Vorstandsmitglieder der Rosa Luxemburgstiftung, Lutz Brangsch und Michael Brie

