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SCHLIESST EUCH ZUSAMMEN IM KAMPF GEGEN DEN KAPITALISMUS! Drucken E-Mail
29.04.2007
nlofordrungenAufruf des Netzwerk Linke Opposition (NLO) zum 1. Mai 2007

Sozialabbau, Lohnraub, Privatisierung, Militäreinsätze und Beschneidung demokratischer Rechte sind weder das Werk durchgeknallter Manager oder charakterschwacher Politiker, sondern Teil eines Systems. Dieses System heißt Kapitalismus. Diese menschenverachtende Gesellschaftsform kennt kein soziales Gewissen. Ihre Bewegungsgesetze - die Akkumulation von Kapital und die Mehrung von Profit - müssen bei Strafe des Untergangs selbst von den herrschenden Klassen befolgt werden, teils in Konkurrenz gegeneinander, aber einig in dem Bestreben, Ausbeutung und Unterdrückung aufrecht zu halten, weil nur dies ihnen die eigenen Privilegien garantiert.

Zu diesem Zweck hat sich das Kapital längst auch politisch global aufgestellt, in Form von Sozialkahlschlagsprogrammen wie Agenda 2010, von Regierungsgipfeln, von Unterdrückerorganisationen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Welthandelsorganisation, ganz zu schweigen von dem gewaltigen hochgezüchteten Militär- und Polizeiapparat, der Kriege nach außen und innen führt.

Was hat die Arbeiter- und Sozialbewegung dagegen zu setzen? Bislang zu wenig. Die Gewerkschaftsführungen lassen ihre Mitglieder weiter in Tarifrunden abgekapselt vor sich hin werkeln,  als habe sich seit 50 Jahren nichts geändert. Von Traditionsparteien wie der SPD oder dem früh vergreisten Kind 'Die Linke' ist erst recht nichts zu erwarten, denn sie betreiben als Regierungspartner offen Sozialraub.

Das Gebot der Stunde ist, sich nicht nur gegen den scheinbar übermächtigen Feind zu wehren, sondern auch selbst wieder in die Offensive zu gelangen. Ein Schritt dahin ist die Zusammenführung  bestehender Kämpfe. Die zahllosen existierenden Initiativen dürfen sich nicht weiter aufspalten lassen. Solidarität für den Kampf um die eigene Existenzsicherung wird von  anderen eher kommen, wenn wir selber bereit sind, sie zu üben. Die Unterstützung z.B. der Telekom-ArbeiterInnen und der KämpferInnen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm tut not.  Abordnungen von Streikenden oder  Aktionsvorbereitungskomitees gehören an einen Tisch !

-          Auf allen Ebenen muss gegen Sozialabbau, Privatisierungen, Stellenstreichungen und Lohnkürzung angegangen werden

-          die Kämpfe müssen vernetzt und vorangetrieben werden

-          eine politische Debatte muss darum geführt werden, wie die Kämpfe erfolgreich sein können

-          diese Debatte muss in aller Offenheit und ohne Ausgrenzungen vor sich gehen

Diese Aufgabe stellt sich das NETZWERK LINKE OPPOSITION und fordert alle Initiativen, Gruppen und Parteien, die für eine menschenwürdige Gesellschaft kämpfen wollen, auf, mit uns gemeinsam darüber zu beraten und zu kämpfen.

Unsere Forderungen zum  1.  MAI    :

-          Keine  Entlassungen

-          Einen Mindestlohn in Höhe von 12,00 € 

-          30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich      

-          Keinen Arbeitszwang   

-          Ein Grundeinkommen von 1.000 € monatlich

Letzte Aktualisierung ( 29.04.2007 )
 
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