| Protokoll der Sitzung des NLO Berlin vom 10.4.07 |
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| 13.04.2007 | |
Anwesende: 15 Aktive, einige waren wegen Krankheit, Arbeit entschuldigt
Einnahmen: 15 EUR, davon 10 EUR für Miete gleich abgezogen TO:
Nach längerer Diskussion zeigte sich, dass die überwiegende Mehrheit nicht mit den beiden Programmentwürfen einverstanden ist, da sie zum einen nur eine Zustandsbeschreibung, wenn überhaupt, abgeben und in vielem recht reformistisch sind. Auch sollte unsere antikapitalistische Kritik klar formuliert sein und nicht nur eine Kritik am Neoliberalismus enthalten. Außerdem wird nicht deutlich, ob eine neue Partei oder ein Verein beabsichtigt ist. Auch wurde kritisiert, dass zur Diskussion beider Entwürfe nur zwei Wochen Zeit bleiben sollen, da am 14.4. eine Konferenz stattfinden soll, bei der die Entwürfe vorgestellt werden, und am 29.4. eine weitere, bei der über die Entwürfe entschieden werden soll, um einen Verein zu gründen, noch bevor die WASG in toto von der PDS geschluckt wird. Da der nächste LPT Mitte Mai ist, muss auf jeden Fall zuvor dieser Verein gegründet werden. Das NLO wird daher vorschlagen, wenigstens die möglichen zwei weiteren Wochen für die Diskussion nutzen zu können und erst am 13.5. darüber zu entscheiden. Es soll aber keines der beiden Programm unterstützt werden. Begründung:
Auch sollte diese neue Organisation in eine politische Diskussion mit dem gesamten NLO, also bundesweit, eintreten. Außerdem sollte diese neue Regionalorganisation sich namentlich nicht unbedingt an der WASG anlehnen, da diese sich durch die Fusion auch diskreditiert bzw. diskreditieren wird. Das NLO hat für den Umgang mit der Regionalorganisation schon auf der vorherigen Sitzung eine AG eingerichtet, 4 genossen haben sich zur Mitarbeit gemeldet, eine Genossin möchte die AG zumindest unterstützen. Die AG wird sich mit dem Thema befassen u.a. unter den Fragestellungen: Wollen wir uns auf diese Regionalorganisation einlassen?, Wollen wir eine neue Landespartei?, Wollen wir an Wahlen teilnehmen und ein Wahlbündnis 2011 zu den nächsten Abgeordnetenhauswahlen?
Die Einrichtung der Kampagnen-AG wurde bei einer Gegenstimme beschlossen, sechs GenossInnen haben sich zur Mitarbeit gemeldet. Auch die vorgeschlagene Kampagne wurde bei einer Gegenstimme angenommen. Aufgrund fehlender Zeit konnte nicht mehr ausführlich über den Flugblattentwurf diskutiert werden. In der Diskussion über die Kampagne wurde allerdings schon bemängelt, dass es nicht ausreichen würde, nur die Preis- und Einkommensentwicklung zu nennen, da auch berücksichtigt werden muss, unter welchen Bedingungen zum Teil Waren im Trikont produziert werden, die dann hier billig angeboten werden. Auch wird infrage gestellt, ob Lebensmittel der geeignete Ansatzpunkt sind, da hier zum einen die Gewinnmargen sehr niedrig seien und zum anderen andere Fragen wie Raufsetzung von Hartz IV, Nahverkehrskosten wichtiger sein würden. Dem wurde entgegnet, dass die Margen nicht so niedrig sein können, da die Familie Albrecht insgesamt, aber auch als einzelne die mit Abstand Reichsten in diesem Land sind. Außerdem geht es um den Zweiklang von Preis- und Lohn/Einkommensentwicklung, was erstens eine Hartz-IV-Forderung mit einschließt und zum zweiten die Unterschiedlichkeit der Entwicklungen zentral zum Thema hat. Die Kampagne solle außerdem auch über Supermärkte hinausgehen, das hängt aber von der Menge der Teilnehmenden ab. Mit 30 Leuten ist eben erst mal nur ein Supermarkt möglich. Bemängelt wurde aber auch, dass es nicht nur bei einer Forderung wie „Preise runter, Löhne rauf" bleiben kann bzw. bei einem Demoaufruf, sondern es müssen Forderungen artikuliert werden, die auch nach einer Demo aktuell bleiben. Vorgeschlagen wurde eine automatische Inflationsanpassung der Einkommen (Scala mobile). Dem Einwand, die Kassierenden oder andere Einkaufenden könnten genervt werden, wurde entgegnet, dass es immer Menschen gibt, die nicht zu ihrer Klasse stehen und gegen die sich die Linke durchsetzen muss. Eingewendet wurde ebenfalls, dass eigentlich eine systematische Kampagne zur Infragestellung der Gewerkschaftsführung notwendig sei. Obwohl dies sicher stimmt, wurde jedoch darauf verwiesen, dass dies etwas anderes sei als die vorgeschlagene Kampagne, die allerdings bei erfolg auch die Gewerkschaftsführung unter Druck setzen kann. Der Entwurf soll per E-Mail allen Aktiven zukommen, damit er weiter diskutiert und Änderungsvorschläge übermittelt werden können.
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| Letzte Aktualisierung ( 15.04.2007 ) |
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Anwesende: 15 Aktive, einige waren wegen Krankheit, Arbeit entschuldigt

