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Was ist das Netzwerk Linke Opposition (NLO)? Drucken E-Mail
08.02.2007
web_schwimm-gegen-den-stromAntwort auf Helmut Born und Manuel Kellner

Ich möchte keine weitere verengende Charakterisierung oder Interpretation des Netzwerks auftischen. Die 3 Grundlagenpapiere:
  • Kasseler Konferenz Abschlusserklärung
  • Felsberger Erklärung des Netzwerks Linke Opposition 
  • Strukturen des Netzwerks Linke Opposition

 

 

sind gemeinsam beschlossen worden und für den Anfang klar genug.

In meinen Augen schaffen erst die Interpretationen durch die jeweiligen Verfasser - hier im Forum und anderswo - den Treibstoff für die Debatten. Diese Interpretationen hängen dann dem Netzwerk etwas an, um irgendwie "politisch" vertretbare Argumente gegen es vorbringen zu können.
So argumentieren Helmut Born und Manuel Kellner ausführlich, das NLO karikiere den altehrwürdigen Rätebegriff, um es folgendermaßen auf den Punkt zu bringen: "Das NLO nun will die Prinzipien der Rätedemokratie außerhalb der Betriebe, Straßenzüge und Stadtviertel in der Freizeit oder in der erzwungenen erwerbslosen "freien" Zeit einiger Dutzend oder Hundert Aktiver verwirklichen. Auch mit ein paar Tausend wäre das nicht möglich. Und darin besteht eben die Karikatur der alten Räteidee, die das NLO heute verkörpert."

Aber nichts ist hier auf den Punkt gebracht. Massenbeteiligung wird hier als Voraussetzung dafür behauptet, daß die Prinzipien der Rätedemokratie verwirklicht werden können. Das ist blanker Unsinn. Die Verwirklichung dieser Prinzipien ist natürlich auch in einer noch kleinen und anfänglichen Bewegung wie dem NLO möglich.
Und sie ist nötig !

Ich habe den Eindruck, daß sämtlichen Kritikern - von der SAV bis hin zu SL - genau die Entscheidung des NLO für basisdemokratische Strukturen der entscheidende Dorn im Auge ist. Hier liegt der Hase im Pfeffer.
Vielleicht wäre es besser gewesen statt Rat z. B. Forum zu wählen - als historisch unaufgeladenen Begriff. Aber meine Wette: dann wäre Helmut und Manuel sicher etwas anderes eingefallen für ihre "objektive" Kritik.


Und es ist außerdem schlichte Diffamierung, wenn die beiden da einige "...Dutzend oder Hundert..." NLOler beschreiben, die "...außerhalb der Betriebe, Straßenzüge und Stadtviertel in der Freizeit oder in der erzwungenen erwerbslosen "freien" Zeit..." tätig sind. Wo leben wir NLOler denn dann für die beiden ? In einzelnen Häusern oder Hütten, gar im Wald ? Als erwerbslose Freizeitaktivisten ? Ohne jeden Bezug zur gesellschaftlichen Realität der doch weiterhin bodenständig schaffenden  Massen?


Es ist schon ein starkes Stück aus der unteren Trickkiste übelsten linken Gruppengezänks, was die beiden da abgeliefert haben.
Als I Tüpfelchen obendrauf dann noch die  Drohung gegen Edith Bartelmus-Scholich, ihr auch noch in der isl das Leben schwer zu machen. Dazu hat Wolfgang L. ja den treffenden Kommentar geschrieben: "!Bravo!


Ein perfektes Timing zum anstehenden Antrag auf Parteiausschluss  Ediths. So werden die "Chancen" zu seinem Gelingen mit großer Sicherheit weit unter "Null" gedrückt. Wenn die isl ein so weites Herz hat, wie behauptet, dann soll sie ihre internen Auseinandersetzungen,
auch wie behauptet, intern führen."

Joga Twickel

Letzte Aktualisierung ( 08.02.2007 )
 
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