| IG Metall startet bundesweite Protestaktionen gegen "Rente mit 67" |
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| 16.01.2007 | |
Die IG Metall hat heute mit massiven Protestaktionen gegen die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre begonnen. Den Anfang machten am Dienstagvormittag mehrere tausend Beschäftigte der saarländischen Metall- und Stahlindustrie. Wie die IG Metall am Montag in Frankfurt weiter mitteilte, wollen bis Ende Januar Beschäftigte der Metallwirtschaft im gesamten Bundesgebiet während der Arbeitszeit gegen die "Rente mit 67" demonstrieren.
Wir dokumentieren nachstehend die Position der IG Metall und ruften zur Solidarität mit den aktiven Belegschaften auf. Rente mit 67? Nein Danke! Können Sie sich ein Land vorstellen, in dem fast 600 000 Menschen unter 25 Jahren und 1,2 Millionen über 50-jährige keinen Arbeitsplatz finden - und in dem die Regierung trotzdem beschließt, das Renteneintrittsalter um zwei Jahre herauf zu setzen? Dieses Land heißt Deutschland. Die Bundesregierung will die Rente mit 67 einführen und das Altersteilzeitgesetz nicht verlängern. Wegen der Altersentwicklung der Bevölkerung. Und um die Rentenkasse zu sanieren, behauptet sie. Das sind Scheinargumente, sagt die IG Metall. Damit wird die Rente nicht sicherer. In Wirklichkeit bedeutet Rente mit 67: Arbeiten bis zum Umfallen. Noch mehr Rentenkürzung. Noch weniger Arbeitsplätze für Jüngere. Warum? Länger arbeiten für weniger Rente?
Alle wissen: Unsere Rente ist nicht mehr sicher. Schon bei Kohl wurde gestrichen. Rot-Grün hat dies fortgesetzt. Schwarz-Rot setzt dem mit der Die Folgen Der Lebensstandard im Alter ist nicht mehr gesichert. Der Rentenzahlbetrag liegt heute nach 40 durchschnittlichen Versicherungsjahren bei etwa 950 Euro. Im Jahr 2029 wären dies - nach heutigen Werten - nur noch rund 750 Euro. Wegen der bereits beschlossenen Kürzungen. Wenn nun die Rente mit 67 kommt, beträgt die Summe bei Renteneintritt mit 65 nur noch knapp 700 Euro. Wer soll davon leben? Die Demografie Die Gesellschaft altert. Das stimmt. Aber brauchen wir deshalb die Rente mit 67? Nein! Fakt ist: Die Sicherheit unseres Rentensystems hängt nicht davon ab, wieviel Jüngere es im Verhältnis zu den Älteren gibt. Entscheidend ist: Wieviel Beitragszahler kommen auf die Rentenbezieher? Und vor allem: Wie hoch ist ihr Einkommen, aus dem die Renten finanziert werden? Die wahre Ursache des Problems Das Problem für die Rentenkasse ist nicht, dass es zuwenig Junge gibt. Das Problem ist die Massenarbeitslosigkeit und ein zu geringer Anstieg der Löhne und Gehälter. Wir brauchen mehr anständig bezahlte und sozialversicherungspfl ichtige Arbeitsplätze. Rente mit 67 ein Ausweg? "Aber wenn alle länger arbeiten, kann die Rentenkasse saniert werden." Das wollen uns die Regierungspolitiker weismachen. Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden! Rente mit 67 bringt höchstens eine Entlastung von fünf Milliarden Euro - das sind gerade mal 0,5 Beitragssatzpunkte. Die Nachteile
Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch: Fast 600 000 Jugendliche unter 25 und 1,2 Millionen über 50-jährige sind arbeitslos. Die Nachteile der Rente mit 67 liegen auf der Hand: Die Älteren müssten länger arbeiten. Und die Jungen bekommen keinen Job. Alternative: Generationensolidarität Die Gewerkschaften lehnen die Rente mit 67 ab. Notwendig ist eine Beschäftigungsbrücke zwischen Jung und Alt. Dies erfordert einen flexiblen Renteneintritt bis spätestens 65 Jahre. Gewerkschaftliche Alternativen sind:
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Die IG Metall hat heute mit massiven Protestaktionen gegen die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre begonnen. Den Anfang machten am Dienstagvormittag mehrere tausend Beschäftigte der saarländischen Metall- und Stahlindustrie. Wie die IG Metall am Montag in Frankfurt weiter mitteilte, wollen bis Ende Januar Beschäftigte der Metallwirtschaft im gesamten Bundesgebiet während der Arbeitszeit gegen die "Rente mit 67" demonstrieren.

