www.mamboteam.com
  Home arrow Aktionen / Kampagnen arrow IG Metall startet bundesweite Protestaktionen gegen "Rente mit 67"
06.01.2009
 
 
Hauptmenu
Home
Forum
Selbstverständnis
Arbeitsfelder
Aktionen / Kampagnen
Regionen
Termine
Kokreis & Rat des NLO
Debatte / Positionen
Pressespiegel
Banner

 marxini.jpg
 arbeitermacht.jpg
 logo-init-150.jpg
 isbanner150.jpg
 so_fist.jpg
 revolution.jpg
 
 
 
 
   

 

 

 

 

 

 

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IG Metall startet bundesweite Protestaktionen gegen "Rente mit 67" Drucken E-Mail
16.01.2007
rente67Die IG Metall hat heute mit massiven Protestaktionen gegen die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre begonnen. Den Anfang machten  am Dienstagvormittag mehrere tausend Beschäftigte der saarländischen Metall- und Stahlindustrie. Wie die IG Metall am Montag in Frankfurt weiter mitteilte, wollen bis Ende Januar Beschäftigte der Metallwirtschaft im gesamten Bundesgebiet während der Arbeitszeit gegen die "Rente mit 67" demonstrieren.

Wir dokumentieren nachstehend die Position der IG Metall und ruften zur Solidarität mit den aktiven Belegschaften auf.

Rente mit 67? Nein Danke!

Können Sie sich ein Land vorstellen, in dem fast 600 000 Menschen unter 25 Jahren und 1,2 Millionen über 50-jährige keinen Arbeitsplatz finden - und in dem die Regierung trotzdem beschließt, das Renteneintrittsalter um zwei Jahre herauf zu setzen?

Dieses Land heißt Deutschland. Die Bundesregierung will die Rente mit 67 einführen und das Altersteilzeitgesetz nicht verlängern. Wegen der Altersentwicklung der Bevölkerung. Und um die Rentenkasse zu sanieren, behauptet sie. Das sind Scheinargumente, sagt die IG Metall. Damit wird die Rente nicht sicherer. In Wirklichkeit bedeutet Rente mit 67: Arbeiten bis zum Umfallen. Noch mehr Rentenkürzung. Noch weniger Arbeitsplätze für Jüngere. Warum? 

Länger arbeiten für weniger Rente?

Alle wissen: Unsere Rente ist nicht mehr sicher. Schon bei Kohl wurde gestrichen. Rot-Grün hat dies fortgesetzt. Schwarz-Rot setzt dem mit der
Rente mit 67 die Krone auf.

Die Folgen

Der Lebensstandard im Alter ist nicht mehr gesichert. Der Rentenzahlbetrag liegt heute nach 40 durchschnittlichen Versicherungsjahren bei etwa 950 Euro. Im Jahr 2029 wären dies - nach heutigen Werten - nur noch rund 750 Euro. Wegen der bereits beschlossenen Kürzungen. Wenn nun die Rente mit 67 kommt, beträgt die Summe bei Renteneintritt mit 65 nur noch knapp 700 Euro. Wer soll davon leben?

Die Demografie

Die Gesellschaft altert. Das stimmt. Aber brauchen wir deshalb die Rente mit 67? Nein! Fakt ist: Die Sicherheit unseres Rentensystems hängt nicht davon ab, wieviel Jüngere es im Verhältnis zu den Älteren gibt. Entscheidend ist: Wieviel Beitragszahler kommen auf die Rentenbezieher? Und vor allem: Wie hoch ist ihr Einkommen, aus dem die Renten finanziert werden?

Die wahre Ursache des Problems

Das Problem für die Rentenkasse ist nicht, dass es zuwenig Junge gibt. Das Problem ist die Massenarbeitslosigkeit und ein zu geringer Anstieg der Löhne und Gehälter. Wir brauchen mehr anständig bezahlte und sozialversicherungspfl ichtige Arbeitsplätze.

Rente mit 67 ein Ausweg?

"Aber wenn alle länger arbeiten, kann die Rentenkasse saniert werden." Das wollen uns die Regierungspolitiker weismachen. Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden! Rente mit 67 bringt höchstens eine Entlastung von fünf Milliarden Euro - das sind gerade mal 0,5 Beitragssatzpunkte.

Die Nachteile

Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch: Fast 600 000 Jugendliche unter 25 und 1,2 Millionen über 50-jährige sind arbeitslos. Die Nachteile der Rente mit 67 liegen auf der Hand: Die Älteren müssten länger arbeiten. Und die Jungen bekommen keinen Job.
Rente mit 67 heißt: Wer früher in Rente geht, muss pro Jahr 3,6 Prozent zusätzliche Abschläge hinnehmen. Noch mehr Rentenkürzung. Hinter vorgehaltener Hand geben das die Regierungspolitiker auch zu. Verlierer wären wir alle: Weiter hohe Arbeitslosigkeit, arbeiten bis zum Umfallen, Rentenkürzung, schlechtere berufl iche Perspektiven für die Jugend.

Alternative: Generationensolidarität

Die Gewerkschaften lehnen die Rente mit 67 ab. Notwendig ist eine Beschäftigungsbrücke zwischen Jung und Alt. Dies erfordert einen flexiblen Renteneintritt bis spätestens 65 Jahre. Gewerkschaftliche Alternativen sind:

  • Nach 40 Versicherungsjahren abschlagsfreier Zugang zur Rente auch vor dem 65. Lebensjahr
  • Verlängerung oder gleichwertige Nachfolgeregelung für das Altersteilzeitgesetz
  • Erleichterung des Zuganges zu Erwerbsminderungsrenten und Streichung der Abschläge bei dieser Rentenart
  • Schrittweise Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung
 
< Zurück   Weiter >
 
Top! Top!