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Das Geld zu Gast in Essen - Not für die Welt Drucken E-Mail
11.01.2007
g7-logoAufruf zu Demo und Aktionen zum Treffen der G7-Finanzminister
am 10. Februar 2007 in Essen

Wissen Sie, was genau die Finanzminister der größten Industrieländer (G7) auf ihrem Treffen am 9./10.02.2007 aushecken werden? Nein? Wir auch nicht!

Schon jetzt lässt sich aber erraten, dass sie ebenso wenig die Interessen der Menschen in der „3.-Welt" noch in den Industrieländern vertreten werden.

In Vorbereitung des G8-Gipfels im Sommer in Heiligendamm sollen die G7-Finanzminister (G7 = G8 ohne Russland) das marktradikal, neoliberale Konzept weiterhin durchboxen. Sie nennen es: Liberalisierung, Freihandel, Deregulierung und Privatisierung.

Dies bedeutet:

Durch die Politik der G8 werden den Konzernen immer mehr Rechte und Möglichkeiten eingeräumt, um ihre Profite zu vergrößern; gleichzeitig werden unsere Rechte und Möglichkeiten der Teilhabe immer weiter eingeschränkt. Sehenden Auges vernichten die entfesselten Marktkräfte unsere sozialen und ökologischen Grundlagen. Nicht mehr die Wirtschaft soll den Menschen dienen, sondern die Menschen der Wirtschaft. Die Folgen: Erhöhung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Zunahme von Arbeitslosigkeit, Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse, Beschneidung bereits erkämpfter Rechte der Lohnabhängigen, Zwang zur privaten Risikovorsorge statt solidarischer Sicherungssysteme und globale Umweltzerstörung.

Privatisierung bedeutet einen Verlust an demokratischen Einflussmöglichkeiten. Bildung und Gesundheit werden zur Ware. Zunehmend sind es die Kommunen, die dem vermeintlichen Druck zur Privatisierung ausgesetzt werden. Die Folgen: steigende Preise für die Daseinsvorsorge, z. B. Gas, Strom und Wasser, Öffentlichen Verkehr und weitere Verkäufe Öffentlichen - also unser aller -Eigentums. Öffentliche Verwaltungen ordnen sich der Logik des Marktes unter, so wird z. b. Umweltschutz unter dem Aspekt des „Standortvorteils" betrachtet.

Ein wirksamer Schuldenerlass für die Länder der „3.-Welt" wird von diesen G7-Finanzministern abgelehnt. Der medienwirksam inszenierte „Schuldenerlass" aus dem Jahr 2005 reduzierte die gesamten Zahlungen von 300 auf „nur noch" 299 Mrd. US $ für das Jahr 2006. Die reichen Ökonomien der Staaten der G8 schotten sich ab. Dieser Abschottung fallen jährlich tausende Tote im Mittelmeer, im Atlantik, an der Grenze USA / Mexiko und anderswo zum Opfer. Die kapitalistische Ordnung der G8 beruht auf Gewalt und erzeugt zwangsläufig neue Gewalt.

80% der Menschheit wird an den Rand gedrängt, von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung ausgeschlossen und der Zugang zu modernen Technologien verwehrt. Der Reichtum dieser Welt könnte die Versorgung aller Menschen mit Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Gesundheit - den Grundbedürfnissen, und damit laut UN-Charta Menschenrechten - sicherstellen. Lasst uns am 10. Februar hierfür gemeinsam und machtvoll eintreten.

Bündnis zum G7-Gipfel in Essen


www.g7-protest.de;    E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

Info zur Demo:

Samstag, 10. Februar 2007, 11 - 13.00 Uhr

Auftakt: Essen-Innenstadt, Porschekanzel - ab Essen Hbf: Ausgang Innenstadt, gut 500 m in die Fußgängerzone rein

Abschluss: Essen-Rüttenscheid, HH Rüttenscheider Stern

Im Anschluss: Aktionen u. a. in der Essener Innenstadt
Letzte Aktualisierung ( 10.02.2007 )
 
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