|
Strukturen des Netzwerks Linke Opposition:
Das Netzwerk Linke Opposition gibt sich folgende demokratische Struktur:
1) Das Netzwerk Linke Opposition ist ein pluralistischer, dezentraler und radikaldemokratischer Zusammenschluss linker Kräfte. Im Netzwerk Linke Opposition können Personen und Gruppen mitarbeiten, die sich zu den Grundsatzbeschlüssen des Netzwerks bekennen. (Derzeit ist Grundlage die Abschlusserklärung der Kasseler Konferenz des Linken Opposition am 20. Mai 06.) Personen und Gruppen, die faschistisches, rassistisches und sexistisches Gedankengut vertreten, können nicht mitarbeiten.
2) Die Basisebene des Netzwerks Linke Opposition bilden aktive örtliche Gruppen oder selbstorganisierte Projekte, in denen aktiv gearbeitet wird. Projekte können z.B. selbstorganisierte Medien-, Bildungs-, Kultur- oder Soziale Arbeit machen. Mitglied ist, wer regelmäßig mitarbeitet oder sich bei Nichtanwesenheit entschuldigt. Einzelne Mitglieder, die keiner Gruppe oder keinem Projekt zugehören, wirken auf der Regional- und Bundesebene an der Willensbildung im Rahmen von Treffen mit.
3) Das Netzwerk Linke Opposition finanziert gemeinsame Arbeit und Treffen durch Umlagen. Es baut zur Finanzierung seiner Arbeit und zur Unterstützung der Arbeit bedürftiger Aktiver einen Solidarfonds auf.
4) Die Arbeit des Netzwerks ist transparent zu machen. Alle Mitarbeitenden (Mitglieder) im Netzwerk Linke Opposition haben gleiche Rechte. Es gibt keine Hierarchien. Gremien sollen zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammen gesetzt sein.
5) Die Willensbildung im Netzwerk Linke Opposition erfolgt durch Mehrheitsentscheid. Minderheiten sind zu respektieren und können sich zu Tendenzen zusammenschließen um ihre Meinung nach innen und außen sichtbar zu machen.
6) Die Willensbildung des Netzwerks Linke Opposition erfolgt grundsätzlich auf offenen Treffen von Mitgliedern. Es werden dazu Treffen einzelner Gruppen, Regionaltreffen oder bundesweite Treffen des Netzwerks veranstaltet. Die Treffen werden mindestens 14 Tage vor dem Termin öffentlich bekannt gemacht. Auf der regionalen Ebene finden mindestens alle 4 Monate Treffen statt. Auf der Bundesebene mindestens alle 6 Monate.
7) Zur Vorbereitung der Willensbildung und um zwischen den Treffen handlungsfähig zu sein werden auf Regional- oder Bundesebene Räte des Netzwerks gebildet. Die Räte setzen sich aus Delegierten der örtlichen Gruppen oder Projekte zusammen.
8) Die Wahl der Delegierten erfolgt in der örtlichen Gruppe bzw. im jeweiligen Projekt für ein Jahr. Die Delegierten sind auf der örtlichen Ebene oder in dem jeweiligen Projekt jederzeit mit absoluter Mehrheit der Anwesenden Gruppenmitglieder abwählbar. Die Abwahl kann nur erfolgen, wenn mit diesem Tagesordnungspunkt eingeladen und vor der Abwahl eine Aussprache darüber erfolgte. Die Anzahl der Delegierten wird auf Treffen festgelegt. Zunächst gilt: Jede Gruppe bzw. jedes Projekt hat ein Grundmandat. Gruppen bzw. Projekte mit mehr als 20 Mitgliedern erhalten ein zweites Mandat, Gruppen mit mehr als 50 Mitgliedern ein drittes Mandat.
9) Die Räte sind berechtigt zwischen den Regional- und Bundestreffen mehrheitlich politische Positionen für ihre jeweilige Ebene zu beschließen. Diese Beschlüsse sind auf dem nächsten Treffen vorzutragen und bedürfen der Bestätigung durch das Treffen. Die Aufhebung eines Beschlusses bedarf der absoluten Mehrheit der Anwesenden.
10) Zur Unterstützung der Räte kann auf den Regional- und Bundestreffen ein Koordinierungskreis gewählt werden. Der Koordinierungskreis und seine einzelnen Mitglieder haben als solche kein politisches Mandat. Die Mitglieder des Koordinierungskreises vertreten in dieser Funktion nach außen nur Positionen, die von dem jeweiligen Rat bzw. einem Treffen zuvor beschlossen wurden. Die Mitglieder des Koordinierungskreises werden in einem Wahlgang für ein Jahr gewählt. Als gewählt gelten diejenigen KandidatInnen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Wiederwahl ist zulässig. Einzelne Mitglieder des Koordinierungskreises können auf Antrag des Rates auf einem Treffen mit absoluter Mehrheit abgewählt werden, sofern mit diesem Tagesordnungspunkt eingeladen wurde. Die Aufgaben des Koordinierungskreises sind:
* Vorbereitung und Einladung der Treffen des Rates auf der regionalen oder der Bundesebene
* Vorbereitung und Einladung der Treffen auf der regionalen oder der Bundesebene
* Unterstützung bei der Vernetzung der Mitglieder, Gruppen und Projekte (interne Kommunikation)
* Unterstützung des Rates bei der Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks (externe Kommunikation)
* Unterstützung des Rates bei der Umsetzung von Beschlüssen der Treffen
* Sammlung und Bereitstellung von Aktionsmaterialien (zum Download)
* Sammlung und Veröffentlichung der Beschlüsse des Netzwerks
Beschlossen bei 17 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen auf dem bundesweiten Treffen des Netzwerks Linke Opposition in Felsberg am 3.10.06
|