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Für den Aufbau einer fest organisierten Linken Opposition in der WASG Drucken E-Mail
07.08.2006
Ich denke auch, dass es höchste Zeit ist, dass wir linken Oppositionellen in der WASG uns fester organisieren müssen, wollen wir das Abdriften jedes Einzelnen in alle Himmelsrichtungen verhindern. Noch entscheidet jeder für sich allein oder jede einzelne Gruppe, an welchem Zeitpunkt eine weitere Mitarbeit in der WASG für die Emanzipation der Arbeiterklasse nichts mehr bringt. Das Ergebnis wird die weitere Zersplitterung und Schwächung der linken Opposition sein.
 
Dieser Schritt war schon früher notwendig. Dann hätten wir den Lu. Parteitag nicht "zwischen Tür und Angel in Ma. vorbereiten müssen, wären disziplinierter aufgetreten und hätten wahrscheinlich nicht dieses Desaster erlebt, dass wir vielleicht 70% waren und nur 45% Stimmen erhalten haben. Daraus gilt es zu lernen.

Gemeinsames Auftreten in Kampagnen ist auch notwendig, weil
1.      somit unsere Politik verdeutlicht wird und wir eine stärkere Zugehörigkeit zur Opposition entwickeln.
2.      Die Berliner Wählerschaft und von McPom weiß, das die WASG dort nicht nur ein kleiner einsamer Haufen ist, sondern dass hinter ihr auch schon eine Gruppe im gesamten Bundesgebiet steht. Das würde gleich ein paar Punkte mehr bringen.
 
Was machen wir, wenn im nächsten Jahr der BuVo mit Anhang zur LPDS geht und die dann hoffentlich gewonnenen Abgeordneten in einer eigenen Partei - egal ob WASG oder XYZ - agieren. Entscheidet jeder individuell oder wir gemeinsam, ob wir dann mitgehen oder sie in der Kälte stehen lassen. Ich jedenfalls werde nicht mit zur LPDS. Die Stasi-erfahrene Führung würde uns doch noch besser austricksen als unserer BuVo.
 
Die Berliner diskutieren lt. Edith die Frage, dass sie mit zur LPDS gehen würden, wenn diese in Berlin diesmal nicht in die Regierung kommen. Die LPDS-Vorderen haben aber schon wiederholt erklärt, dass sie, egal wo sie können, immer wieder in die Regierung gehen würden. Im Bund zeigen sie schon mit ihren Enthaltungen bei der Verlängerung des Afghanistan-Krieges der SPD ihre "Staatsfähigkeit". Mit dem Eintritt in die LPDS würden auch wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren und die Ausgegrenzten ihre letzte Hoffnung. Wenn eine organisierte Gruppe von Vornherein auf Seiten der WASG stehen würde, käme der Gedanke der Kapitulation vor der LPDS vielleicht gar nicht erst auf.
 
Lafontaine kann mit der LPDS noch einige unter Druck stehende Belegschaften wie die von der AEG ansprechen. Aber emanzipierte wildestreikerfahrene aktive Gewerkschafter wie die von Opel Bochum werden einen großen Bogen um sie machen bzw. werden von Ernst & Co. auch weggemobbt. Nur sie aber zeigen die Wege aus der Krise der desaströsen Lage der Weltwirtschaft auf und nur mit ihnen zusammen können wir die Zukunft bauen.
 
Haben wir den Anspruch der gestaltenden Kraft, kommen wir um den Aufbau einer fest organisierten Linken Opposition in der WASG nicht herum. "Nur so kann erreicht werden, dass aus dem Potential der WASG (oder wenigstens Teilen davon) eine Kraft entsteht, die im Klassenkampf ein realer Faktor und eine wahrnehmbare, konsequente  und grundsätzliche antikapitalistische Alternative zum Reformismus ist." (1)
 
Norbert Nelte.
1 Gerald Waidhofer: "WASG/PDS: Es geht - voran???"
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/797/32/
 
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Letzte Aktualisierung ( 18.01.2007 )
 
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