www.mamboteam.com
  Home arrow Aktionen / Kampagnen arrow Kampagne: Kein Blut für das Deutsche Rote kreuz
10.09.2010
 
 
Hauptmenu
Home
Forum
Selbstverständnis
Arbeitsfelder
Aktionen / Kampagnen
Regionen
Termine
Kokreis & Rat des NLO
Debatte / Positionen
Pressespiegel
Banner

 marxini.jpg
 arbeitermacht.jpg
 logo-init-150.jpg
 isbanner150.jpg
 so_fist.jpg
 revolution.jpg
 
 
 
 
   

 

 

 

 

 

 

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kampagne: Kein Blut für das Deutsche Rote kreuz Drucken E-Mail
15.06.2006
Hallo liebe Leute,
 
am 15. Mai diesen Jahres wendete sich Clemens Graf von Waldburg-Zeil, unser Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, zusammen mit einigen anderen wohlhabenden kommunalen und karitativen Funktionsträgern mit einer persönlichen Erklärung als Rundbrief an alle Fraktionen der im Bundestag vertretenen Parteien sowie an die Ministerien für Finanzen als auch Arbeit und Soziales.


Die Deutsche Presse Agentur (dpa) berichtete am 20. Mai über die Aufnahme, die diese Erklärung in der Regierungskoalition erfuhr: „Struck sagte weiter, er nehme den Brief mehrerer Wohlfahrtsverbände und der kommunalen Spitzenverbände an die Bundesregierung von der vergangenen Woche sehr ernst. "Sie fordern wie ich: Es soll nur derjenige Sozialleistungen bekommen, der auch wirklich bedürftig ist. Und die Wohlfahrtsverbände und Sozialämter sind nah an der Lebenspraxis"
Im Original hatte die von Clemens Graf von Waldburg-Zeil mitunterzeichnete Erklärung an der entsprechenden Stelle gelautet:
“Die Unterzeichner stimmen darin überein, dass neben diesen Maßnahmen eine Senkung passiver Leistungen notwendig ist, um ein dauerhaft tragfähiges und finanzierbares Leistungssystem zu erhalten. Es geht nicht darum, Regelsätze zu senken, sondern das Leistungsrecht so zu schärfen, dass Anreize für Arbeit im Mittelpunkt stehen und die Leistungen auf die tatsächlich Bedürftigen konzentriert werden.“
 
Wer so formuliert will, dass es weh tut.
 
Wenn jemand sich den Marodeuren in unserem Gemeinwesen andienend dazu aufruft, die Hand „verschärft“ und bis aufs Blut zu beißen, die ihm sein regelmäßiges Essen reicht, dann wird dieses asoziale Verhalten von allen eilends herbeieilenden Sozialfledderern natürlich viel aufmerksamer notiert und geflissentlicher genutzt als die einhergehenden allfälligen Bemäntelungsübungen dieser obszönen Schergenlust.
 
Diesen satten Zynismus der ihren bemerkenswerten Wohlstand wie kein einziger der von ihnen zur weiteren Ausplünderung freigegebenen Bedürftigen öffentlichen Geldern und gutgläubig gegebenen Spenden verdankenden Funktionäre, den sie meinen, sich im Schutze des neoliberalen Mainstreams zur Mehrung ihres eigenen weiteren Nutzens „leisten“ zu können, indem sie für Arme und Bedürftige verschärfte Quälereien der Arbeitsverwaltung fordern, sollte sie von nun an aber auch immer selbst etwas kosten.

Denn wer sich etwas „leisten“ will, soll auch dafür bezahlen. Und das müssen diese hohen Herren dann auch gegen sich selbst gelten lassen.
 
Mit  nachfolgendem Aufruf und seiner Erklärung gegenüber dem DRK möchten Jürgen Soppa und andere all denjenigen die Augen öffnen und die Aufmerksamkeit dafür schärfen, wen sie letztendlich mit ihrem Blut, ihren Spenden und ihrem Vertrauen auch in eine die Menschenwürde achtende Kranken- und Altenversorgung auch unterstützen.
 
Solltet Ihr dieses Anliegen teilen, dann findet Ihr nachfolgend zu Eurer eigenen Weiterverwendung und Weiterversendung eine für Euch individuell anpassbare Vorlage, in der Ihr z. B. insbesondere die rot geschriebenen Passagen auf Eure besonderen Umstände anpassen (z.B. Streichen/Ergänzen) könnt.
 
         
armutsprofiteure.jpg Name :
Strasse:
PLZ/ Ort:
Datum:


Kein Blut für das DRK
                                                                                        
Offener Brief an das
Deutsche Rote Kreuz
DRK-Generalsekretariat
An den Schirmherrn Dr. Horst Köhler, Bundespräsident
An den Präsidenten Dr. Rudolf Seiters, Bundesminister a.D.
An die Online-Redaktionen der NRZ, WAZ, RP, Linkezeitung, TAZ, Junge Welt, Welt, Süddeutschen Zeitung
An das Erwerbslosen Forum Deutschland, Hr. Martin Behrsing,
 
und an: .........................



Sehr geehrte Damen und Herren,
 
mit Bestürzung habe ich in der letzten Zeit vor allem auch in den online-Ausgaben der o.g. Tageszeitungen gelesen, dass unter Anderen auch der Generalsekretär des DRK, Clemens Graf von Waldburg-Zell, Unterzeichner einer „persönlichen Erklärung“ ist,  in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die „passiven Leistungen“ aus Hartz IV zu kürzen, also die Erwerbslosen noch mehr in die Verelendung zu treiben.
 
Ich stelle mir als Bürger dieses Landes und bisheriger Unterstützer der Aufgaben des DRK, indem ich seit Jahren regelmäßig und unentgeltlich zu den Blutspendeterminen des DRK gehe, die Fragen:
  • Ist dies eine einmalige persönliche Entgleisung Ihres Generalsekretärs?
  • Wie ist diese Haltung, bei den Arbeitslosen dieses Landes weitere Einschnitte zu fordern, mit dem Leitbild des DRK vereinbar?                                                                                                           




Da ich als Einzelperson nur geringe Möglichkeiten haben, wende ich mich zeitgleich an die Öffentlichkeit mit folgendem Aufruf: 

Wird dem Vorstoß Ihres Generalsekretärs nicht unverzüglich öffentlich und gegenüber allen Adressaten seiner „persönlichen Erklärung“ widersprochen, werde ich (Nichtzutreffendes Streichen/Anpassen):

1. meine Blutspenden nicht mehr dem DRK zur Verfügung stellen, sondern mich direkt an die Krankenhäuser und Uni-Kliniken wenden,
2. meiner an Demenz erkrankten 80 jährigen Mutter anraten bei entstehendem Bedarf in kein Pflegeheim des DRK zu ziehen,
3. meinen kranken Angehörigen anraten, kein Krankenhaus des DRK aufzusuchen,
4. meinen älteren Angehörigen anraten, keinen Essensdienst, keinen Haushaltsdienst, keine psycho-soziale Betreuung einer DRK Einrichtung in Anspruch zu nehmen,
5. meinen Kindern anraten, sich nicht ehrenamtlich im DRK zu engagieren, sondern bei einem anderen Hilfsverband ein Ehrenamt zu übernehmen.


Jede Spenderin und jeder Spender, jeder Alte, jeder Kranke, jeder Jugendliche und jeder humanitär Engagierte kann entscheiden, ob er seine Spende, seine Arbeitskraft oder seine Pflege an eine Einrichtung gibt, die in dieser unsäglichen, diskriminierenden Form in die gesellschaftliche Debatte eingreift.
Es gibt wahrlich andere gesellschaftliche Bereiche, in denen die vergangene und die aktuelle Regierung vorhandenes Geld den Unternehmen durch Steuergeschenke, Möglichkeiten der Gewinn-Verlust-Verrechnung usw. hinterher geworfen hat, um angeblich die Bedingungen für neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Greifen Sie bitte, wenn Sie schon eingreifen wollen, dort hin.
 
Mit der Bitte um Abdruck in den genannten Zeitungen
 
Hochachtungsvoll
 
XXXXXXXXXXX
 

  tabelleunterschriften.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Ihr Eure Mail an die von Euch ausgewählten Adressaten versendet, dann schickt bitte zur Erleichterung eines Überblicks über die Resonanz auch eine Kopie im CC-Adressfeld an folgende Mail-Adresse:
 
' ); //--> Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können "> \n Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
 
 
Für Unterschriftenlisten und Erklärungen auf Papier schickt bitte aus demselben Grund eine Kopie an:
 
LinkeZeitung
Pregelstr. 19
58256 Ennepetal
 
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr aber auch auf das eigene Versenden verzichten und auf Eurer Kopie vermerken, dass die Schreiben oder Mails für Euch von hier aus an die Adressaten versendet werden sollen, was im Paket etwa einmal pro Woche vorgesehen ist.
 
Wenn es Euch interessiert, welche Antwort Jürgen Soppa auf sein erstes Schreiben an das DRK bekam und was er erwiderte, findet Ihr die Schreiben unter dem Link:

http://www.linkezeitung.de/cms/content/blogcategory/147/181/
 
 „Sehr geehrter Herr Soppa,
einige Medien berichten über eine persönliche Erklärung von Persönlichkeiten aus kommunalen Spitzenverbänden und Wohlfahrtsverbänden, die auch vom DRK-Generalsekretär unterzeichnet worden ist. Zu Ihrer Information übersenden wir Ihnen diese persönliche Erklärung im vollen Wortlaut. Im Gesamtzusammenhang stellt sich die Argumentation aus einem anderen Blickwinkel dar, als in der Medienberichterstattung.
Mit freundlichen Grüßen DRK Bereich Kommunikation und Marketing
i.A.
Sabine Kroner
Tel. 030-885404-146“
 
Antwort von Jürgen Soppa:
   
„Sehr geehrte Frau Kroner,
Sie können davon ausgehen, dass der vollständige Wortlaut des "Persönlichen Briefes", den der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes IN DIESER FUNKTION unterzeichnet hat, vor Abfassung des "Offenen Briefes" bekannt war.
Es ist alles andere als verwunderlich, wenn das Einzige, was dpa über den unsäglichen Brief u. a. von Clemens Graf von Waldburg-Zeil an seine Obrigkeit und deren Reaktion darauf zu berichten weiß, eben nur die folgende Passage ist: „Struck verwies in der «Bild am Sonntag» auf den Brief führender Repräsentanten von drei Wohlfahrtsverbänden, den er «sehr ernst» nehme. Diese hatten in der vergangenen Woche für die Senkung passiver Leistungen plädiert, «um ein dauerhaft tragfähiges und finanzierbares Leistungssystem zu erhalten». Eine Senkung des Regelsatzes von monatlich 345 Euro sei damit aber nicht gemeint, hatten die Verbandsfunktionäre betont. Es gehe vielmehr darum, «das Leistungsrecht so zu schärfen, dass Anreize für Arbeit im Mittelpunkt stehen und die Leistungen auf die tatsächlich Bedürftigen konzentriert werden»."
„Schärfen" formuliert nur jemand der will, dass es weh tut. Und ein Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes weiß, was er tut und an wen er diese Aufforderung richtet.
Insgesamt kann ich Ihrem Schreiben weder eine Distanzierung des DRK als Verband entnehmen, noch eine Entschuldigung Ihres Generalsekretärs.
Seien Sie gewiss: es gibt viele Menschen in dieser Republik, die ähnlich empfinden - und handeln - werden.
Der Offene Brief trägt schon Unterschriften aus dem ganzen Land! Ich bitte Sie hiermit darum, den Brief und den weiteren Schrftverkehr an die Adressaten in Ihrem Verband weiterzuleiten: DRK-Generalsekretariat An den Schirmherrn Dr. Horst Köhler, Bundespräsident An den Präsidenten Dr. Rudolf Seiters, Bundesminister a.D.

Hochachtungsvoll
Jürgen Soppa“

 

Letzte Aktualisierung ( 18.10.2006 )
 
< Zurück
 
Top! Top!