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06.01.2009
 
 
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LandesschülerInnenvertretung NRW: NS-Poeten als Namensgeber für Schulen unerwünscht Drucken E-Mail
Antifa
25.11.2007

agnesmiegeldenkmalAm Wochenende  hat sich die LandesschülerInnenvertretung mit den Bestrebungen zur Umbenennung der Agnes-Miegel-Schulen in Düsseldorf und Willich solidarisch erklärt. Vorausgegangen war eine vom Netzwerk Linke Opposition (NLO) angestoßene und vom VVN unterstützte sowie in der Düsseldorfer Lokalpresse aufgegriffene Beschwerde dazu.

Die LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV) hält es für unerträglich, dass in in NRW immer noch Schulen nach Personen benannt werden, deren Leben und Wirken im diametralen Gegensatz zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen stehen. Die LSV bittet Lehrer, Eltern und Schüler sowie die demokratische Öffentlichkeit, sich dafür einzusetzen, dass solche Namen entfernt werden und an ihre Stelle Persönlichkeiten gesetzt werden, die den humanistischen Anspruch unserer Schulen vorgelebt haben. Als direkte Alternative zu Agnes Miegel kann der Name einer Antifaschistin, einer Widerstandskämpferin oder einer Frau erwogen werden, die sich für Frieden und Toleranz eingesetzt hat.

In der Erklärung der LandesschülerInnenvertretung heißt es: Zu den Namen, die wir für eine Schule nicht mehr wünschen, gehört der von Agnes Miegel (1879 - 1964). Ihre Werke waren auch nach 1945 über Jahrzehnte fester Bestandteil der deutschen Schulbuchliteratur (vgl. Klett-Lesebuch A 8 für das Gymnasium, Stuttgart 1979, oder Echtermeyer/von Wiese, Deutsche Gedichte, Düsseldorf 1963), obwohl sie in ihren Werken Adolf Hitler und die Ideologie des Nationalsozialismus glühend verherrlicht hat. Dies begann schon in der Anfangszeit des NS-Regimes. Sie schrieb am 28. Mai 1933 - die SPD, die KPD und die Gewerkschaften waren gerade verboten, im Konzentrationslager in Dachau wurden die ersten Häftlinge ermordet: "...ich wende mich täglich mehr dieser neuen Zeit zu. Sie ist für Deutschland, am allermeisten aber für uns im Ostland nicht nur der neue Weg - sondern der einzige Weg...". Agnes Miegel war Mitglied der NSDAP und anderer NS-Organisationen. Sie hat zahlreiche Ehrungen und Preise vor und nach 1945 empfangen.

Letzte Aktualisierung ( 30.11.2007 )
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Agnes-Miegel-Schulen in Düsseldorf und Willich endlich umbenennen! Drucken E-Mail
Antifa
14.10.2007

agnesmiegeldenkmalKampagne zur Umbenennung der Agnes-Miegel-Schulen im Einzugsgebiet des NLO Düsseldorf-Niederrhein

Das Netzwerk Linke Opposition Düsseldorf -Niederrhein hat mit Empörung zur Kenntnis genommen, dass in Düsseldorf-Stockum und in Willich (Kreis Viersen) jeweils eine Schule nach der Dichterin Agnes Miegel benannt ist. Aufgrund der Verherrlichung des Nationalsozialismus durch Agnes Miegel ist dies nicht hinnehmbar. Das NLO Düsseldorf-Niederrhein fordert die Städte Düsseldorf und Willich sowie die Schulbehörden auf, umgehend eine Umbenennung der beiden Schulen vorzunehmen. Um diese Forderung voran zu bringen, wird das NLO eine Kampagne durchführen, in der die Öffentlichkeit und insbesondere SchülerInnen, Eltern und AnwohnerInnen der Schulen über die Nazi-Vergangenheit von Agnes Miegel aufgeklärt werden. Die Kampagne soll so gestaltet werden, dass weitere linke und antifaschistische Kräfte sich gleichberechtigt daran beteiligen können.

 

Während im Mai 1933 die Literatur im Geiste der Aufklärung auf den Bücher-Scheiterhaufen des nationalsozialistischen Ungeistes landete und ihre Literaten, im Besonderen die jüdischen und linken Autoren, aus der Akademie der Künste entfernt, in Lager gesperrt, in die Emigration vertrieben oder ermordet wurden, wird Agnes Miegel im gleichen Jahr als Senatorin in eben jene Akademie berufen.

Für ihr „Schaffen" wurde sie im Dritten Reich mit zahlreichen Preisen geehrt:

Letzte Aktualisierung ( 14.10.2007 )
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