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Arbeitsfelder -
WASG / L.PDS
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13.07.2007 |
1. Der Hartz IV-Komplex
Die Maxime der WASG-Gründungszeit als „Sammlungsbewegung" anzutreten und der ständige Gebrauch dieses - „nomen est omen" überwiegend als konservativ konnotierten - Begriffes hat zu lange verschleiert, dass mächtige sich im Hintergrund organisierende Gruppen, die nicht so leicht als geschlossene Formationen zu identifizieren waren, die WASG im Griff hatten und halten wollten: Gewerkschafter, alte SPD-Truppen, PDS-Sympathisanten der ersten Stunde, Entristen wie Linksruck. Der Block der Unorganisierten, überwiegend die von der rls in ihrer Bremer Bürgerschaftswahlanalyse als „Modernisierungsverlierer" gescholtenen, also die eigentlichen Hartz-IV-Gebeutelten und der Zustrom zuvor vereinzelter Linker, gab dem Projekt zwar die unentbehrliche Dynamik wurde aber mit Verfestigung der Organisationsstrukturen zunehmend unwichtig - am Ende regelrecht rausgewünscht. Nur als Wahlthema und Stimmenlieferant von Interesse.
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Letzte Aktualisierung ( 13.07.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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10.07.2007 |
Die Bürgerinitiativen Wassertisch, die Initiative Berliner Bankenskandal sowie das Bündnis gegen Privatisierung / für Solidarität haben in Berlin Volksbegehren auf den Weg bringen wollen. Bei diesen Initiativen ging es zum Einen um die Reprivatisierung der Berliner Wasserversorgung und zum Anderen um die Verhinderung des Verkaufes der Berliner Landesbank, zu deren Privatisierungspaket auch die Berliner Sparkasse gehören würde. Zwecks Unterstützung haben sie auch bei der Partei "Die Linke" um Hilfe ersucht. "Die Linke" hat dies aber auf ihren ersten Parteitag, der kürzlich nach dem Anschluss der WASG an die L.PDS erfolgte, abgelehnt .
Was ist aus dieser Partei geworden, die einst für soziale Gerechtigkeit und gegen neoliberale Politik angetreten ist? Sie ist zu einem Mitträger von unsozialer und in der Berliner Landesregierung zu einem Mitgestalter neoliberaler Politik geworden. Sie läßt den "kleinen Mann" hängen. Sie sorgt mit dafür, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von sozial schwachen Menschen immer weiter eingeschränkt wird. Sie hat schon lange die Interessen der Menschen, für die sie einst angetreten ist, die Interessen der Erwerbslosen, der Rentner und RentnerInnen, der sozial schwachen Jugendlichen und der Erwerbstätigen, die mit ihrem Einkommen oft kein Auskommen mehr haben, aus den Augen verloren und auf dem bürgerlichen Altar für ein paar Sitze in der Landesregierung von Berlin geopfert. Sie wendet sich immer mehr von den Menschen, für die sie da sein sollte als linke Alternative, ab und ist genauso machtbesessen geworden, wie alle anderen Parteien, die zum neoliberalen Block gehören.
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Letzte Aktualisierung ( 10.07.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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08.07.2007 |
Vorbemerkungen
Ich möchte folgende Überlegungen zur Diskussion stellen.
Da ich die Diskussion über das Selbsteverständnis der NLO bisher nur von außen und nicht systematisch verfolgt habe, ist es nicht ausgeschlossen, dass viele Fragen, die ich hier aufwerfe, schon diskutiert und beantwortet wurden. Sollte das so sein, dann bitte ich, mir die Informationen zur Verfügung zu stellen, die Antworten darauf geben.
Rückblick auf die WASG und ihre feindliche Übernahme durch die umbenannte PDS
Unsere Hoffnung, mit der WASG würde sich eine in ihren Methoden(2) und Inhalten(3) neue Partei auf dem linken Flügel des Parteienspektrums bilden, die kein dauerhaftes, außerparlamentarisches Schattendasein führt, hat sich nicht erfüllt. War diese Hoffnung von Beginn an eine wenig aussichtsreiche Wunschvorstellung? Haben wir zu spät erkannt, dass die WASG-Initiatoren, vornehmlich Gewerkschaftsfunktionäre, unsere Vorstellungen von der WASG nie geteilt haben, sondern ihr nur eine begrenzte Zeit nicht klar widersprochen haben? Oder war die Gründung der WASG gar ein von Beginn an abgekartetes, vom Think-Tanks der PDS, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, ausgedachtes Unternehmen der Westausdehnung der PDS? Der Verlauf des „Fusions"prozesses lässt die Vermutung nicht als abwegig erscheinen.
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Letzte Aktualisierung ( 08.07.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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07.07.2007 |
Hallo Edith, hallo GenossInnen im Rat,
im Folgenden möchte ich auf mehrere Kritikpunkte und Positionen von Edith antworten - sowohl hinsichtlich der Debatte um das Afghanistan-Flugblatt wie jetzt um die Berliner Gruppe des NLO.
Vorweg aber eine Anmerkungen zum Stil. Du wirfst anderen gern vor, Dir etwas zu unterstellen. Das mag manchmal auch vorkommen und dafür entschuldigen wir uns auch, sollten wir das getan haben.
Allerdings bist Du auch selbst eifrig mit Unterstellungen gegenüber anderen zu Hand. So schiebst Du Mario in Deiner Mail so nebenbei die „Annahme" unter, „wir bräuchten nur so weiter zu machen wie bisher" ohne das irgendwie zu belegen. Der Punkt ist doch aber, dass Mario - ähnlich wie Du und ich - das „Weitermachen wie bisher" für fatal hält.
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Letzte Aktualisierung ( 07.07.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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01.07.2007 |
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Beitrag zur Konferenz Marxismus für das 21. Jahrhundert, Berlin, April 07
Karl Marx kritisierte die kapitalistische Klassengesellschaft und setzte sich für ihre revolutionäre Überwindung durch die Selbstbefreiung der Arbeiterklasse ein. Die Eroberung der politischen Macht durch jene Klasse moderner Lohnsklaven, deren Mitglieder nichts haben als ihre Arbeitskraft und gezwungen sind, sie feilzubieten um überleben zu können, sollte den Weg frei machen zu einer klassenlosen Gesellschaft, zur Überwindung von Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung und zur freien Entfaltung der Individuen.
Mit der Pariser Kommune von 1871 war für Marx und Engels die politische Form dieser Übergangsgesellschaft zum Sozialismus und Kommunismus gefunden, die „Diktatur des Proletariats", eine Rätedemokratie, in der das Berufsbeamtentum abgeschafft wurde, in der gesetzgebende und vollziehende Gewalt verschmolzen und in der die Mandatsträger wirklich denjenigen dienten, von denen sie gewählt wurden.
Die bahn brechende Erfahrung der Pariser Kommune wurde von Marx in seinem „Bürgerkrieg in Frankreich" verarbeitet. Dieses Werk ist für Marxistinnen und Marxisten zugleich der klassische Ausgangspunkt für die Diskussion über den antibürokratischen Gehalt der sozialistischen Umwälzung, die wir anstreben. Weithin bekannt sind die antibürokratischen Maßnahmen der Kommune, die Marx hervorhob und zu Kennzeichen eines politischen Systems erklärte, das von Anfang an den Keim des Absterbens jeglicher Herrschaft von Menschen über Menschen in sich trägt: die jederzeitige Rechenschaftspflicht der Amts- und Mandatsträger gegenüber ihrer Basis, ihre jederzeitige Abwählbarkeit, ihre Entlohnung nach durchschnittlichem Arbeiterlohn.
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Letzte Aktualisierung ( 01.07.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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01.07.2007 |
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(Diskussion zum NLO-Schwerpunktthema Die Krise der bürgerlichen Demokratie von „Die Welt ist keine Ware")
Vorwort
Das Netwerk Linke Opposition ist ohne eine aktive, unabhängig von der sozialdemokratischen Gewerkschaftsführung handelnde Arbeiterklasse, wie wir sie vom Opel-Streik her kennen, nichts, nur ein Sammelsurium von Individuen und Kleingruppen. Es bekommt erst mit den sich emanzipierenden Massen einen Einfluss in der Politik, mit dem es wiederum die entstehende Arbeiterbewegung unterstützen kann, nichts anderes ist sein Sinn. Der Streik bei Opel war nur ein früher Vorläufer einer bald entstehenden starken Basisbewegung in den Betrieben. Dann braucht es aber auch revolutionäre Visionen. Noch gibt es diese Bewegung nicht, aber die Wehen zu ihrer Geburt haben schon eingesetzt. Da nun „Die Welt ist keine Ware" mit dem Papier „Die Krise der bürgerlichen Demokratie" die Diskussion in der NLO zu der Alternative des bürgerlichen Parlamentes eröffnet hat, möchten wir unsere Thesen vortragen, auch, wenn man heute noch nicht die vorgetragenen verschiedenen Thesen in der Praxis einer eigenständigen Arbeiterbewegung überprüfen kann.
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Debatte / Positionen -
Ziele / Programmatik
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27.06.2007 |
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Der weltweite Erfolg Freier Software hat die Frage aufgeworfen, ob ihre Prinzipien verallgemeinerbar und auf die gesamte Gesellschaft übertragbar sind. 1999 gründete sich das Oekonux-Projekt (http://www.oekonux.de/ ) rund um diese Frage. Oekonux steht für "Oekonomie & GNU/Linux".
Zahlreiche Analysen aus unterschiedlichen Richtungen haben zu Thesen geführt, die viele für bahnbrechend halten und an denen sich viele reiben - innerhalb und außerhalb des Projektes:
- Die Produktionsweise Freie Software unterscheidet sich qualitativ von proprietärer Software
- Es gibt Einfach und Doppelt Freie Software
- Freie Software ist keine Ware
- Freie Software zeigt eine neue Qualität der Produktivkraftentwicklung
- Die digitale Kopie ist eine entscheidende Bedingung
- Freie Software ist eine Keimform einer Freien Gesellschaft
- Die GPL-Gesellschaft ist ein Bild für eine Freie Gesellschaft
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Letzte Aktualisierung ( 27.06.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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18.06.2007 |
Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Personen
Am 2.6.1967 demonstrierten in Berlin junge Menschen gegen den Besuch des Schah von Persien, nachdem sie durchschaut hatten, daß er nicht ein Märchenkaiser mit seiner früheren Frau Soraya und der Nachfolgerin Farah Diba war sondern ein Despot, von den Briten und den USA eingesetzt. Der Polizist Kurras knallte den demonstrierenden Studenten Benno Ohnesorg buchstäblich ab. Im April 68 wurde dann Rudi Dutschke von einem aufgehetzten Arbeiter schwer verletzt. All das geschah vor dem eskalierenden Vietnam-Krieg der USA. In den Köpfen vieler Menschen wandelten sich die USA vom Befreier vom Faschismus und Demokratiebringer zur barbarischen Kolonialmacht. Voller Wut und Ohnmacht gingen viele junge Menschen, darunter viele StudentInnen auf die Straße und warfen Steine, z.B. auf Amerika-Häuser. Eine Gewaltdebatte begann. Dahinter verbarg sich allerdings der Einspruch gegen das Gewaltmonopol des Staates. Die jungen Menschen damals begriffen in einem Schnelldurchgang, daß die Gewalt vom Staat und von den kapitalistischen Verhältnissen ausging. `Ihre´ Gewalt war bestenfalls Gegengewalt, meistens symbolische-gemessen an den Barbareien von Kapital und Regierungen.
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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19.06.2007 |
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Am 15. Juni wird die vereinigte Linke aus PDS und WASG formell gegründet. Von einer „Aufbruchstimmung" ist bei der Fusion jedoch wenig bis gar nichts zu spüren. Die „historische" Chance lässt alle kalt.
Kein Wunder, denn die Vereinigung von PDS und WASG rechtfertigt alles andere als Euphorie. Schon ein Blick in den Tagesordnungsvorschlag für den Vereinigungsparteitag zeigt, was dort nicht diskutiert wird - die politischen Grundlagen der neuen Partei, die längst zwischen den Führungsspitzen beider Parteien ausgekaspert sind. Am 15. Juni geht es einfach nur darum, die Formalien und die Personalien abzuwickeln. Klar, dass ist für manchen reformistischen Funktionär allemal wichtiger als politische Positionen, die er in der Praxis ohnehin zu ignorieren gedenkt.
Der recht bedenkenlose Umgang mit dem Programm der neuen Linken, der Schacher zwischen WASG und PDS-Führung hat einen guten Grund. Die politische Linie der „Eckpunkte" entspricht dem, was beide, die Spitzen von WASG und PDS, auch vor der Vereinigung vertraten und durchziehen wollten. Die Ausrichtung der LINKEN als reformistische Partei stand daher auch nicht ernsthaft zur Diskussion und auch die „Linken" in ihr, ob Linksruck, isl, SAV oder Kommunistische Plattform stellten sie im Grunde, nicht in Frage.
Bei der Urabstimmung ging es nur noch darum, diese plebiszitär zu legitimieren - was ja auch leidlich gelang, auch wenn sich etwa die Hälfte der WASG-Mitglieder daran nicht beteiligte.
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Letzte Aktualisierung ( 19.06.2007 )
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Debatte / Positionen -
Strategie / Taktik
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13.06.2007 |
Erklärung von Edith Bartelmus-Scholich, WASG-Landesvorstand NRW und Peter Weinfurth, Länderratsdelegierter der WASG anlässlich der Gründung der LINKEN.
Als im Mai 05 der Fusionsprozess von WASG und Linkspartei.PDS begann, hatten wir einige Hoffnung, dass eine gesamtdeutsche, glaubwürdige linke Partei entstehen könnte. Eine von ihren Mitgliedern regierte Partei, die unverbrüchlich für die und mit den Beschäftigten und Erwerbslosen kämpft, erscheint uns bitter nötig, angesichts des kriegerisch nach Innen und Außen vorgetragenen neoliberalen Angriffs auf alle sozialen Errungenschaften, das öffentliche Eigentum, und die demokratischen Rechte. Heute wissen wir: Die Chance war da, aber sie wurde vertan.
WASG und Linkspartei.PDS werden nun fusionieren, aber die LINKE wird die in sie gesetzten Hoffnungen enttäuschen. Vom ersten Tag an, wird sie als Regierungspartei in Berlin, die Interessen der Beschäftigten und Erwerbslosen verraten. Von Anfang an wird sie von wenigen Prominenten gesteuert werden. Die große Mehrzahl der Mitglieder wird wieder nur instrumentalisiert werden. Vorrangig wird sie nicht die Interessen ihrer Mitglieder- und Wählerbasis vertreten, sondern die der beiden Funktionseliten, der sie zu neuer Bedeutung verhelfen soll. Weder die poststalinistischen Kader aus dem Osten noch die sozialdemokratischen Gewerkschaftsfunktionäre aus dem Westen verfügen jedoch über zukunftsfähige Konzepte.
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Letzte Aktualisierung ( 13.06.2007 )
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