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Archive
WASG schließt sich mit 88% Zustimmung der Linkspartei an Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - WASG / L.PDS
25.03.2007

wasg_bpt_24.3.07Linkspartei stimmt mit 96% zu

In einem Abstimmungsmarathon haben parallel tagende Parteitage von Linkspartei und WASG in Dortmund die Gründungsdokumente verabschiedet. Bis zuletzt waren wichtige Fragen strittig geblieben. Dies betraf die Frage der Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Frage der Bedingungen von Regierungsbeteiligung.

Beide Fragen waren für die Eliten beider Parteien wie für die Mehrheit der WASG-Delegierten aus unterschiedlichen Gründen von zentraler Bedeutung.
Während die WASG eine klare Festlegung wollte, die neoliberale Politik,
wie sie die Linkspartei in Regierungsverantwortung durchführt, unmöglich macht, wollen die Funktionäre beider Parteien sich nicht auf linke Politik festlegen lassen. Sie sehen das als Behinderung ihrer Strategie an, möglichst bald eine „linke Regierung“ auf Bundesebene zu erzielen.
In Interviews hatte Lafontaine bereits im Vorfeld des Parteitages deutlich gemacht, was er unter linker Regierungspolitik versteht. Er bekannte sich ausdrücklich zum Wahlprogramm Schröders von 1998.

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*In Vorfreude auf die Hochzeit* Kommentar zum Doppelparteitag von WASG und Linkspartei Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - WASG / L.PDS
28.03.2007
lafontaine_bisky_2Der Doppelparteitag von WASG und Linkspartei (am 24.,25. März 2007 in Dortmund) war noch nicht einmal ein Polterabend vor dem Hochzeitstag, an dem der Brauch gilt, möglichst viel altes Porzellan zu zerbrechen! Die Politik der Kompromisse und des kleineren Übels hat gesiegt.

Nichts von Erneuerung oder gar „Partei neuen Typs", wie die WASG sich bei ihrer Gründung betitelte. Den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden war die vorgängige Losung der Parteienführung, die nun mit großen Bauchschmerzen, wenigstens von Seiten der WASG-Delegierten, befolgt wurde. Herausgekommen dabei ist ein windelweiches Eckpunkteprogramm, nach beinahe allen Seiten hin auslegbar. Zwar ist man sich einig, Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht zu unterstützen und Sozialabbau „nach Kräften" zu verhindern. Dennoch dürfen die Regierungssozialisten im Berliner rot-roten Senat weiterhin Sozialabbau betreiben. Die WASG-Forderung, bei Nichteinhalten der eigenen programmatischen Grundsätze und des Koalitionsvertrages eine Regierungsverantwortung niederzulegen, wurde von der Linkspartei kalt lächelnd einkassiert. Da nützt die Anprangerung eines Klaus Ernst „ In Berlin wird gegen das Volk regiert" herzlich wenig! Tatsache bleibt: Im Berliner rot-roten Senat wird alles beim alten bleiben: Weiterhin Sozialabbau mit herzkräftiger Unterstützung der Linkspartei, die bald „DIE LINKE" heißen wird, weiterhin Hartz-IV und 1-Euro-Jobs, und last but not least wird es auch zur Privatisierung der Berliner landeseigenen Sparkasse kommen. Und das alles unter der AEGIDE einer neuen, gesamtdeutschen LINKEN ALTERNATIVE!
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Beerdigung Erster Klasse ? Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - WASG / L.PDS
28.03.2007

gysi_bisky_lpds_pt_24.3.07Es ist vollbracht ! Die Herren Bisky und Gysi können jetzt vor Gott und der Welt den Anschluß der Westlinken an die PDS verkünden. In weiten Teilen erinnert der Ablauf an die so genannte Zwangsvereinigung der KPD mit der SPD in der damaligen Ostzone. Auch der jetzige, Fusion genannte; Anschluß der WASG an die PDS hat etwas von Zwang, wenn auch wesentlich subtiler und von den euphorischen Genossen unbemerkt.

Mit Hilfe von Oskar Lafontaine ist es bisher noch immer gelungen, mäßig renitente Delegierte so lange besoffen zu reden, bis sie die Ergebnisse abgestimmt haben, die die Strippenzieher benötigen. In allen anderen Fällen sind die Akteure, geschult durch ihre Sozialisation in der SPD oder den Gewerkschaften, Meister im Intrigieren und Tricksen, so daß auch dann nichts dem Zufall überlassen wird.

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Die "neue" Linke - Kommetar zum Doppelparteitag in Dortmund Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - WASG / L.PDS
26.03.2007
speckundeierfusionSie kommt - die neue Linke. Wer heute die Pressemitteilungen las, konnte  sehen, wie wenig Chancen auf die mittel- bis langfristige Zukunft man ihr gibt.

Ich war zusammen mit einigen anderen Interessierten und den Deligierten aus meinem Kreisverband Duisburg in Halle 2 der Dortmunder Westfalenhallen als Gast über beide Tage anwesend und konnte mir zum größten Teil einen Eindruck verschaffen, den ich hier und heute in Kurzform wiedergeben möchte.

So richtig neu ist diese Linke ja nicht. Die allgemeinen Themen, die diese Partei besetzt sind bereits aus einer Zeit, in der die SPD noch die Sozialdemokratie "gepachtet" hatte. Viele neue Themen sind bis heute nicht hinzugekommen. Es geht um die Verteilung der Vermögen von reich nach arm - um Weltfrieden und gegen Atomkraftwerke. Selbst die in der Satzung etablierte sog. FrauenMINDESTquote von 50% und mehr ist ein trauriges Überbleibsel aus der Zeit der 70er Frauenbewegung, in der die Frau weitestgehend rechtlich und gesellschaftlich schlechter gestellt war, als es heute der Fall ist.

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Erklärung des Rates von Netzwerk Linke Opposition zum Neuformierungsprozess um die Linkspartei.PDS Drucken E-Mail
Kokreis & Rat des NLO - Rat des NLO
18.03.2007
spdslight.jpgWir brauchen eine Linke, die diesen Namen verdient!

I. Der neoliberale Umbau geht weiter

Die große Koalition aus CDU und SPD hat seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2005 in Deutschland, die in Lissabon 2001 unter Führung der sozialdemokratischen Parteien Europas für die gesamte EU vereinbarte, neoliberale und imperialistische Politik fortgesetzt. Diese Politik zielt darauf, die EU bis 2010 zum dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln. Für die große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland bedeutet dies eine fortschreitende Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen und Entrechtung. Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs und boomender Exporte wird die Umverteilung von unten nach oben voran getrieben. Sie schafft Not von Millionen, überquellenden Reichtum weniger Hunderttausend und satte Gewinne der Unternehmen. Allein im Jahr 2006 wurden den Unternehmen und Wohlhabenden Steuererleichterungen von mehr als 6 Milliarden Euro gewährt. Finanziert wurden diese Geschenke aus dem Staatshaushalt durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3% und durch Einsparungen bei den Sozialleistungen. Mit der am 14. März 07 vom Kabinett beschlossenen Reform der Unternehmensbesteuerung soll die Körperschaftssteuer von 25 auf 15% und die Steuerzahl der Gewerbesteuer von 5 auf 3,5 sinken. Unternehmen sollen zukünftig nur noch höchstens mit 29,8% insgesamt besteuert werden. Diese weitere Absenkung der Unternehmenssteuern bedeutet in den kommenden Jahren jeweils 6 Milliarden Euro Mindereinnahmen in den öffentlichen Haushalten.

Letzte Aktualisierung ( 19.03.2007 )
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Ergebnisprotokoll der konstituierenden Sitzung des Rates von Netzwerk Linke Opposition Drucken E-Mail
Kokreis & Rat des NLO - Rat des NLO
21.03.2007
web_schwimm-gegen-den-strom1. Treffen des Rats des NLO in Barsinghausen am 17./ 18. März 2007
Ergebnisprotokoll vom Sonntagvormittag, 18. März 2007

TO
1. a. Vorlesen und Verabschiedung der am Vorabend überarbeiteten Fassung der politischen Erklärung des Rats.
b. Vorlesen und Verabschiedung der Kurzfassung als Aktionsbaustein von Leo.

2. Schwerpunkte der Ratsarbeit und Bildung von Arbeitsgruppen.

Zu 1 a.
Edith verlas die Veränderungen des Textes. Mit diesen Veränderungen wurde der Text einstimmig mit einer Enthaltung verabschiedet. Edith stellt ihn ins Netz. Sie erstellt eine ein- bis zweiseitige
Zusammenfassung der Kernthesen als Presseerklärung.
Letzte Aktualisierung ( 22.03.2007 )
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Thesen zum Netzwerk Linke Opposition Drucken E-Mail
Debatte / Positionen - Ziele / Programmatik
21.03.2007
puzzle1. Das Netzwerk Linke Opposition ist ein bundesweiter Zusammenschluss von GenossInnen und AktivistInnen aus sozialen Bewegungen, linken Parteien und Organisationen. Wir wollen eine politische Kraft zum Kampf gegen die Angriffe des Kapitals und der Regierung aufbauen.

2. Die letzten Jahre waren von einer massiven Verschärfung des Klassenkampfs von oben durch die Unternehmer, durch Staat und Regierung gekennzeichnet - sowohl, was die globale ökonomische, politische und militärische Expansion des deutschen Imperialismus und der von ihm geführten EU betrifft, als auch im Inneren.

3. Diese Angriffe finden vor dem Hintergrund einer sich vertiefenden Überakkumulationskrise des Kapitals und verschärfter Konkurrenz zwischen den großen multi-nationalen Konzernen statt, welche die herrschenden Klassen zu einer weiteren Zuspitzung ihres Generalangriffs treiben - in Form neo-liberaler Zurichtung und Plünderung der „Dritten Welt", in Form des „permanenten Krieges", in Form eines flächendeckenden Angriffs auf alle wesentlichen Errungenschaften der Arbeiterklasse in den letzten 100 Jahren oder auf Zugeständnisse an diese.

4. Wir gehen davon aus, dass sich die Angriffe der herrschenden Klasse und ihres Staates weiter verschärfen werden.
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Kurzbericht vom ersten Treffen der AG Bildung am 18.3.2007 in Barsinghausen Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - AG Bildungspolitik
21.03.2007

massenbildung.jpgWegen Zeitmangels (die Tagesordnung des NLO-Rats war voll diskussionsintensiver Themen) hat sich die AG Bildung nur sehr kurz am Sonntagmorgen zusammen setzen können.

Es waren da:
Charlotte Ullmann aus Frankfurt
Detlef Mühling aus Hofgeismar
Leo Yankovic aus Weinheim als Vertreter seines Vaters Augusto Y.
Birgit Meier aus Hannover
Susanna von Oertzen aus Hannover

Es haben sich folgende persönliche Arbeitsschwerpunkte ergeben:

 

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Aufruf: Nein zum Europa des Kapitals! Drucken E-Mail
Regionen - Berlin
13.03.2007

eu-aufrufCNH (O&K), Telekom, Schering, Deutsche Bank - die Liste der Konzerne, die Arbeitsplätze vernichten, ist unendlich lang, und täglich kommen neue hinzu. So rapide wie die Bezüge der Vorstandsmitglieder steigen, so rapide werden die Arbeitsplätze abgebaut, Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind die letzten Jahre wegrationalisiert worden - und das, obwohl die Beschäftigten der Konzerne Riesengewinne erwirtschaftet haben.

Das geschieht, weil das Kapital sich die weltweit besten Bedingungen aussuchen und damit die Belegschaften fast jeden Landes auf dieser Welt gegeneinander ausspielen kann. Für das Profitinteresse werden die EU-Standorte in den Wettbewerb um die niedrigsten Lohn- und Sozialstandards gezwungen, wie nicht nur bei VW in Wolfsburg, Pamplona/Iruna, Brüssel, sondern auch bei der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der Durchsetzung von Hartz IV zu sehen war.

 

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"Antikapitalistische Linke" in Linkspartei.PDS und WASG: Strategien? - Fehlanzeige! Drucken E-Mail
Arbeitsfelder - WASG / L.PDS
11.03.2007
akl_strategieAm 10.3.07 fand in Erfurt ein bundesweites Treffen der UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Für eine antikapitalistische Linke" statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von einer Reihe linker Funktions- und MandatsträgerInnen aus den beiden Parteien, die sich vor knapp einem Jahr selbst an die Spitze der Linken aus Linkspartei.PDS und WASG gesetzt hatten. Die Veranstaltung war mit ca. 160 Teilnehmenden gut besucht. Gekommen waren überwiegend Mitglieder der Kommunistischen Plattform aus den neuen Bundesländern. Die Westlinken machten etwa ein Drittel der Teilnehmenden aus. Außerdem waren einige DKP-Mitglieder der Einladung gefolgt. Der Altersdurchschnitt der Versammlung lag deutlich über 50 Jahren. Einige junge BesucherInnen stellten sich auf Nachfrage als Gäste aus der DKP heraus.

Die Konferenz war in drei Blöcke aufgeteilt. Zunächst ging es um die Herausforderung durch die Neonazis, danach um das friedenspolitische Profil der zukünftigen Partei DIE LINKE und zuletzt um die Stärkung gesellschaftlicher Gegenmacht. Themen genug für drei Konferenzen. Von den 6 Stunden Konferenzzeit blieben nach Abzug von Pausen 4,5 Stunden übrig. In diesen 4,5 Stunden hatten die OrganisatorInnen insgesamt 15 Impulsreferate untergebracht. Die ReferentInnen überzogen bis auf drei ihre Redezeiten maßlos. Tobias Pflüger und Sahra Wagenknecht redeten z.B. statt 7 Minuten jeweils knapp 30 Minuten. Die Teilnehmenden kamen insgesamt mit 15 Redebeiträgen à 3 Minuten zu Wort.

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